Africa CDC kündigte am 21. Oktober an, dass Afrikas Gesundheitsminister am 28. Oktober 2026 online über gemeinsame Maßnahmen gegen Ebola beraten. Der Ausbruch betrifft inzwischen Zentral-, Ost- und Westafrika. Nach Angaben der Behörde hält der Ausbruch des Bundibugyo-Virus in der Demokratischen Republik Kongo an; auch Kenia und Nigeria melden Fälle.
Das Treffen soll die Lage bewerten, Hilfe für betroffene Länder beschleunigen und die grenzüberschreitende Abstimmung stärken, erklärte Africa CDC. Generaldirektor Jean Kaseya forderte schnelleres gemeinsames Handeln und stärkere politische Führung. Die Behörde erklärte am 18. Mai eine kontinentale Gesundheitsnotlage.
Nigerias Gesundheitsministerium bestätigte am 20. Oktober nach Labortests einen Fall in Abuja. Die Patientin, die kürzlich aus Uganda eingereist war, befindet sich demnach in Isolation und erhält medizinische Betreuung. Laut WHO untersuchen Fachleute weiterhin die wahrscheinliche Infektionsquelle sowie ihre vollständigen Reisewege und möglichen Expositionen.
Die Behörden ermittelten 44 Kontakte und begannen mit der Überwachung möglicherweise exponierter Personen, darunter Beschäftigte im Gesundheitswesen, Patienten, Betreuungspersonen und Reisekontakte, erklärte das Ministerium. Das behandelnde Privatkrankenhaus erhält Unterstützung für die Infektionsprävention. Laut WHO aktivierte Nigeria sein System zur Einsatzkoordination.
WHO und Partner unterstützen Untersuchungen, Kontaktverfolgung und die Versorgung mit Schutzausrüstung. Die Organisation fordert regionale Bereitschaft, sichere Labortests und einsatzbereite Behandlungsteams. Zugleich rät sie von Reise- oder Handelsbeschränkungen gegenüber betroffenen Ländern ab. Ihre Erklärung nennt neun Fälle in Kenia mit Verbindung zu einer importierten Infektion.
Laut Africa CDC sollen die Beratungen auch einen Gipfel der Staats- und Regierungschefs vorbereiten. Die Behörde fordert stärkere Überwachung, Einbindung der Bevölkerung und Schutz für Gesundheitskräfte an vorderster Front. Das Treffen am 28. Oktober soll die gemeinsame Reaktion auf die grenzüberschreitende Ausbreitung stärken.
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