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Anthropic reicht vertraulichen Börsengangsantrag bei einer Bewertung von 965 Milliarden Dollar ein

Veröffentlicht am 6. Juni 2026 606 Aufrufe

Anthropic, das Unternehmen für künstliche Intelligenz hinter der Claude-Modellfamilie, hat am 1. Juni 2026 einen vertraulichen Entwurf einer S-1-Registrierungserklärung bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC eingereicht und damit seine Absicht signalisiert, an die Börse zu gehen, was zum größten Börsengang der Geschichte werden könnte. Die Einreichung folgt auf eine frische Serie-H-Finanzierungsrunde über 65 Milliarden Dollar, die die private Bewertung des Unternehmens auf etwa 965 Milliarden Dollar angehoben hat und es zu einem der wertvollsten privaten Unternehmen macht, das jemals eine öffentliche Notierung angestrebt hat.

Das in San Francisco ansässige Unternehmen strebt Berichten zufolge eine Bewertung zwischen 1,75 und 1,8 Billionen Dollar zum Zeitpunkt des Börsengangs an, mit Plänen, bis zu 75 Milliarden Dollar bei der Emission aufzunehmen. Bei Erfolg übertrifft das Geschäft den Börsengang von Saudi Aramco aus dem Jahr 2019 als den größten der Geschichte und unterstreicht den außergewöhnlichen Appetit der Investoren auf Unternehmen der künstlichen Intelligenz. Die Anzahl der anzubietenden Aktien und die erwartete Preisspanne stehen laut informierten Quellen noch nicht fest.

Anthropic verzeichnet eine bemerkenswerte finanzielle Entwicklung. Die annualisierte Umsatzrate des Unternehmens erreichte im Mai 2026 etwa 47 Milliarden Dollar, was einer Verfünffachung gegenüber der Rate von etwa 10 Milliarden Dollar im Vorjahr entspricht. Dieses explosive Wachstum geht auf die steigende Nachfrage nach seinen Claude-KI-Modellen in den Bereichen Unternehmen, Verbraucher und Entwickler zurück, da Unternehmen weltweit die Einführung generativer Werkzeuge der künstlichen Intelligenz beschleunigen.

Das vertrauliche Einreichungsverfahren ermöglicht es der SEC, die Registrierungserklärung zu prüfen, bevor sie öffentlich zugänglich wird, und gibt dem Unternehmen die Flexibilität, auf regulatorische Rückmeldungen ohne den Druck öffentlicher Kontrolle zu reagieren. Dieser Ansatz hat sich bei hochkarätigen Technologieunternehmen, die an die Börse gehen wollen, zunehmend durchgesetzt, da er dem Management erlaubt, seine Offenlegungsdokumente und Zeitstrategie zu verfeinern und gleichzeitig die Kontrolle über die öffentliche Wahrnehmung ihres Marktdebüts zu behalten.

Ein Börsenplatz oder ein konkreter Zeitplan für das Angebot sind bisher nicht bekannt gegeben, und das Unternehmen hat betont, dass der Börsengang von den Marktbedingungen und der behördlichen Genehmigung abhängt. Branchenanalysten stellen fest, dass das aktuelle Marktumfeld für Technologie-Börsengänge insgesamt günstig ist, obwohl geopolitische Spannungen und makroökonomische Unsicherheit den Zeitpunkt und die Preisgestaltung des Geschäfts beeinflussen könnten. Zu den Geldgebern des Unternehmens gehören große Technologiefirmen und Risikokapitalgeber, die erhebliche Renditen auf ihre frühen Investitionen erzielen dürften.

Anthropic steht mit seinem Schritt an die Börse an der Spitze einer breiteren Welle von KI-Unternehmen, die Zugang zu öffentlichen Kapitalmärkten suchen. Das 2021 von ehemaligen Mitgliedern von OpenAI gegründete Unternehmen hat sich durch seinen Fokus auf KI-Sicherheitsforschung neben der kommerziellen Produktentwicklung ausgezeichnet. Sein geplanter Börsengang stellt einen Wendepunkt für die Branche der künstlichen Intelligenz dar, die in den vergangenen Jahren Hunderte Milliarden Dollar an privaten Investitionen angezogen hat und nun bereit scheint, die öffentlichen Märkte in beispiellosem Umfang anzuzapfen.

Quellen: TechCrunch, CNBC, NPR, Anthropic

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