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Klimabericht meldet Rekordextreme bei sieben planetaren Indikatoren

Veröffentlicht am 15. Oktober 2026 0 Aufrufe

Sieben von 16 Indikatoren für das Erdklima liegen auf Rekordextremen, berichtet ein internationales Team am 14. Oktober in BioScience. Der siebte Jahresbericht unter Führung von Forschenden der Oregon State University warnt vor wachsender Instabilität und verweist zugleich auf Fortschritte bei sauberer Energie.

Der Bericht erfasst Treibhausgase, Temperaturen, Ozeane, Eis, Energiebilanz und Waldbrände. Die Autoren nennen fossile Verbrennung als wesentlichen Treiber. Mehrere Entwicklungen beschleunigen sich oder verändern sich abrupt. Das verstärkt Sorgen über Rückkopplungen und möglicherweise unumkehrbare Kipppunkte.

Laut Bericht erreichten die bisherigen Jahresmittel der Konzentrationen von Kohlendioxid, Methan und Lachgas 2026 Rekorde. Kohlendioxid überstieg im Mai 428 Teile pro Million, etwa 50 Prozent über vorindustriellem Niveau. Gletscherdicke und Grönlands Eismasse lagen auf Tiefstständen; vorläufige Daten zeigen Höchststände für den Wärmeinhalt der Ozeane und den Meeresspiegel.

Der Verbrauch fossiler Brennstoffe stieg 2025 laut Forschenden um 0,9 Prozent. Jährliche energiebedingte CO₂-Emissionen überschritten erstmals 41 Milliarden Tonnen. Zugleich lieferten kohlenstoffarme Quellen in jenem Jahr rund 43 Prozent des weltweiten Stroms. Der Ausbau erneuerbarer Energien verdrängt fossile Brennstoffe bisher nicht, während der gesamte Energiebedarf wächst.

Laut Universität tragen Gemeinschaften mit den geringsten historischen Emissionen, besonders im Globalen Süden und in kleinen Inselstaaten, unverhältnismäßig schwere Folgen. Die Autoren beschreiben verknüpfte Risiken durch Klimawandel, Artenverlust, Süßwassermangel und Ernährungsunsicherheit, die Menschen und Ökosysteme gemeinsam betreffen.

Mitverfasser William Ripple fordert Emissionssenkungen zusammen mit Anpassung und Ökosystemschutz. Die Universität nennt städtische Kühlung, Wiederherstellung von Feuchtgebieten, Vorbereitung auf Waldbrände und Wassersparen. Fortschritte bei sauberer Energie und Speichern eröffnen Möglichkeiten, doch das Handlungstempo reicht laut Bericht nicht für eine Stabilisierung des Klimas.

Quellen: BioScience: https://doi.org/10.1093/biosci/biag125; Oregon State University: https://news.oregonstate.edu/news/report-earth%E2%80%99s-climate-system-increasingly-unstable-signs-positive-change-emerge; Eos (AGU): https://eos.org/research-and-developments/2026-state-of-the-climate-report-shows-a-planet-reaching-its-limits

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