Disneys Realverfilmung von Vaiana, international als Moana bekannt, führte am Wochenende die nordamerikanischen Kinocharts an, startete jedoch weit unter den Erwartungen und spielte schätzungsweise 43 Millionen Dollar in 3.827 Kinos ein, bei einem Auftakt, den Studios wie Analysten deutlich stärker erhofft hatten. Trotz des ersten Platzes zählt das Ergebnis zu den schwächsten Starts unter Disneys jüngsten Realverfilmungen.
Der verhaltene Beginn ist besonders heikel angesichts des berichteten Produktionsbudgets von rund 250 Millionen Dollar, einer Summe, die Marketingkosten nicht enthält. Im Ausland fiel das Bild ähnlich gedämpft aus, denn etwa 52 Millionen Dollar aus internationalen Märkten hoben den weltweiten Start auf rund 95 Millionen. Der Film hatte in den Vorpremieren 4,5 Millionen Dollar und am Starttag etwa 18 Millionen eingespielt.
Die Neuverfilmung besetzt Dwayne Johnson, der seine Rolle als Halbgott Maui aus dem Animationserfolg von 2016 erneut übernimmt, an der Seite der Newcomerin Catherine Laga'aia in der Titelrolle. Regie führte Thomas Kail, vor allem bekannt für die Inszenierung des Musicals Hamilton, und adaptiert das im Pazifik angesiedelte Abenteuer über das Erwachsenwerden, das zu einer der beliebtesten Animationsmarken von Disney geworden ist.
Die Kritiken fielen hart aus und vergaben dem Film auf dem Bewertungsportal Rotten Tomatoes lediglich 35 Prozent. Das Publikum, das ins Kino kam, zeigte sich deutlich wohlwollender und verlieh ihm in den CinemaScore-Umfragen die Note A-minus, eine Kluft, die vermuten lässt, dass der Film bei Familien besser ankommt, als es die Kritiken nahelegen, auch wenn die Startzahl enttäuschte.
Der Auftakt bringt Vaiana in unbequeme Gesellschaft und lässt den Film mit dem 2025 gestarteten Schneewittchen konkurrieren, das mit etwa 42 Millionen Dollar begann, um den Titel des schwächsten Starts unter Disneys Realverfilmungen. Der Vergleich fällt besonders deutlich gegenüber dem ursprünglichen Animationsfilm und seiner Fortsetzung von 2024 aus, die beide stark abschnitten, was die Schwierigkeit unterstreicht, geliebte Animation in Realfilm zu übertragen.
Die Studioverantwortlichen werden nun genau beobachten, ob positive Mundpropaganda und die Schulferienzeit dem Film eine längere Laufkraft verleihen können, als der Start vermuten lässt. Das Ergebnis dürfte eine anhaltende Branchendebatte über den Wert von Disneys Remake-Strategie befeuern, da mehrere jüngste Versuche, Animationsklassiker neu zu erzählen, ihre steigenden Budgets nur schwer rechtfertigen konnten.
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