Zurück zur Startseite DNA-Rekorder verfolgt 1,3 Millionen Zellen in einem Mausembryo Wissenschaft

DNA-Rekorder verfolgt 1,3 Millionen Zellen in einem Mausembryo

Veröffentlicht am 9. Oktober 2026 9 Aufrufe

Forschende haben mit einem DNA-Rekorder die Abstammung von 1,3 Millionen Zellen eines Mausembryos verfolgt. Das berichtet eine am 8. Oktober in Science veröffentlichte Studie. Das Team unter Leitung von Forschenden der University of Washington in Seattle und des Dartmouth College erfasste 13,5 Tage der Entwicklung.

Laut UW Medicine schreibt DNA Typewriter aufeinanderfolgende, vererbbare Markierungen ins Erbgut. Ihr Auslesen zeigt, welche Zellen gemeinsame Vorläufer haben. Dies ermöglicht Untersuchungen im Mutterleib, wo sich einzelne Zellteilungen nicht ständig beobachten lassen, erläutert das Howard Hughes Medical Institute.

Das Team versuchte die Aufzeichnung in 100 befruchteten Eizellen und erhielt laut UW Medicine zehn Embryonen zur Untersuchung. Es konzentrierte sich auf den Embryo mit der umfassendsten Aufzeichnung. Laut Nature entsprachen die 1,3 Millionen editierten Zellen etwa 10 Prozent dieses Embryos. Das Ergebnis umfasst somit nicht sämtliche Zellen.

Die Aufzeichnungen unterscheiden laut UW Medicine die Nachkommen der ersten beiden Zellen nach der Befruchtung. Eine Ausgangszelle lieferte mehr Nachkommen, doch beide erzeugten verschiedene Zelltypen in fast gleichen Anteilen. Blut- und Netzhautzellen legten ihre Identität früher fest als Zellen der äußeren Hautschicht.

Das Institut beschrieb außerdem unabhängige Forschung unter Jonathan Weissman am Whitehead Institute mit dem Werkzeug PEtracer. Beide Ansätze nutzen Prime Editing, um Zellgeschichte aufzuzeichnen. Laut Institut verknüpfen sie die spätere Identität einer Zelle mit ihrer Abstammung und helfen, die Gewebeentwicklung zu untersuchen.

Die Forschenden sehen Möglichkeiten, Fehlbildungen und Krebs zu erforschen, erklärte UW Medicine. Laut Institut könnten die Daten auch KI-Modelle der Embryonalentwicklung unterstützen. Dies sind Forschungsziele, keine nachgewiesenen Therapien: Die Ergebnisse betreffen Mäuse, und die ausführliche DNA-Typewriter-Analyse konzentrierte sich auf einen Embryo.

Quellen: UW Medicine (https://newsroom.uw.edu/news-releases/dna-typewriter-records-cells-history-in-early-mouse-embryo/); Howard Hughes Medical Institute via Phys.org (https://phys.org/news/2026-10-cell-entire-mouse.html); Nature (https://www.nature.com/articles/d41586-026-03193-x)

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