Duane Davis hat am 13. Oktober in Las Vegas eine Haftstrafe von 40 Jahren bis lebenslang für die Organisation des Mordes an Tupac Shakur 1996 erhalten, berichten Reuters und ABC News. Der 63-jährige frühere Bandenchef, bekannt als Keffe D, hörte das Strafmaß nach seinem Schuldspruch im August. Damit erreicht der seit Jahrzehnten von Musikfans verfolgte Fall eine neue Etappe.
Richterin Carli Kierny verhängte die Strafe nach dem Schuldspruch wegen Mordes ersten Grades mit einer tödlichen Waffe. Laut ABC bleibt Davis der einzige Angeklagte im Fall Shakur. Die Richterin erklärte, der Zeitablauf beseitige die Verantwortung für die Tötung nicht. Angehörige schilderten zugleich den anhaltenden persönlichen Verlust hinter dem öffentlich viel beachteten Verfahren.
Schüsse trafen Shakur am 7. September 1996 nahe dem Las Vegas Strip. Sechs Tage später starb er mit 25 Jahren im Krankenhaus. Laut Reuters erklärte die Anklage, Davis habe Vergeltung organisiert, nachdem Shakur und Begleiter seinen Neffen im Casino MGM Grand geschlagen hatten. Diese Darstellung ordnete den Angriff einem Konflikt rivalisierender Banden aus dem Raum Los Angeles zu.
Reuters zufolge beschrieb Davis, wie er eine Waffe auf die Rückbank eines weißen Cadillac reichte, bevor ein Mitfahrer auf das Fahrzeug mit Shakur und Musikmanager Marion (Suge) Knight schoss. Die Staatsanwälte beschuldigten Davis, den Angriff organisiert zu haben, selbst geschossen habe er nicht. Die Identität des Schützen ist laut der Agentur nicht abschließend geklärt.
Die Anklage stützte sich laut Reuters auf Davis’ Interviews, Aussagen gegenüber Ermittlern und Memoiren. ABC berichtete, seine Anwälte hätten die Beweise bestritten und erklärt, er habe über seine Beteiligung gelogen. Nach seiner Festnahme im September 2023 plädierte Davis auf nicht schuldig. Der Schuldspruch folgte auf Jahre, in denen die Tat zu den bekanntesten ungelösten Verbrechen der US-Musikwelt zählte.
Shakurs Angehörige beschrieben vor Gericht die Folgen seines Todes, berichtete ABC. Laut AFP erinnerte seine Schwester Sekyiwa an ihn als beschützenden Bruder und Fürsprecher verletzlicher Menschen. Davis plant nach Angaben beider Medien, den Schuldspruch anzufechten; das Strafmaß beendet diesen Versuch also nicht. Für die Familie und die Hörer des Rappers bleibt der Fall bedeutsam.
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