Die FIFA gewährt ihren Ratsmitgliedern Einsicht in wichtige Unterlagen zum aufgegebenen Investitionsprojekt FIFA Forward Enterprise. Das berichteten Reuters und AFP am 2. und 3. November. Die Dokumente liegen am Sitz in Zürich in der Schweiz bereit, während Europas Fußballverband UEFA Antworten zum Plan und zu FIFA-Entscheidungen fordert.
Der von FIFA-Präsident Gianni Infantino unterstützte Vorschlag sah private Investitionen in die Weltmeisterschaft und andere Wettbewerbe vor. Laut Reuters gab die FIFA das Projekt dieses Jahr nach Protesten auf, die seine Führung unter Druck setzten. Die neue Entwicklung betrifft den Zugang zu Akten, keine Wiederaufnahme des Vorhabens.
Generalsekretär Mattias Grafström schrieb den Ratsmitgliedern am Montag, dem 2. November, und bat Interessierte um Anmeldung. Laut AFP haben die 37 Mitglieder, darunter Infantino und acht Vizepräsidenten, dafür zwei Wochen Zeit. Die Einsicht erfolgt persönlich und unter festgelegten Bedingungen.
Sky News, dem der Brief vorliegt, berichtete, dass strenge Prüfregeln die Vertraulichkeit schützen sollen. Das Angebot bedeutet somit keine Veröffentlichung der Akten. Laut Sky erklärte Grafström auch, der Rückzug bringe der FIFA keine Vertragsstrafe ein; der Rat habe stets die Befugnis behalten, den Vorschlag abzulehnen.
Die Einladung kam laut Reuters am letzten Tag der von der UEFA gesetzten Frist für Antworten zum Projekt und zur Verbandsführung. Europäische Verbände verlangen seit dem Scheitern Reformen. Infantino schlug zuvor eine unabhängige Überprüfung der Entscheidungsprozesse der FIFA vor, berichtete die Agentur.
Eine umfassendere Antwort steht noch aus. Laut Sky teilte Grafström dem Rat mit, die FIFA bereite eine Antwort auf den UEFA-Brief vor und werde sie zu gegebener Zeit übermitteln. Interessierte Mitglieder sollen sich nun zur Akteneinsicht in Zürich anmelden. Vorgesehen ist beaufsichtigter Zugang zu ausgewählten Unterlagen, keine öffentliche Freigabe sämtlicher Akten.
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