In einer der dramatischsten Champions-League-Begegnungen der jüngeren Geschichte zog Galatasaray trotz einer 2:3-Niederlage gegen Juventus im Rückspiel im Allianz Stadium in Turin am 25. Februar 2026 in die nächste Runde ein. Der türkische Spitzenklub, der im Hinspiel in Istanbul einen komfortablen 5:2-Vorsprung herausgespielt hatte, geriet durch eine Juventus-Mannschaft, die sich selbst in Unterzahl niemals aufgeben wollte, an den absoluten Rand der Elimination. Das Gesamtergebnis von 7:5 zugunsten von Galatasaray erzählt nur einen Bruchteil der Geschichte dieser unvergesslichen Nacht im europäischen Fußball.
Juventus trat mit dem Wissen an, einen Drei-Tore-Rückstand aufholen zu müssen, und begann das Spiel mit sichtbarer Entschlossenheit. Der Durchbruch gelang in der 37. Minute, als Manuel Locatelli einen Elfmeter sicher verwandelte und das Allianz Stadium zum Beben brachte. Damit verringerte sich der Gesamtrückstand auf 3:5. Die Heimfans spürten, dass sich etwas Besonderes anbahnte, doch die Aufgabe blieb gewaltig, da Galatasaray nur ein einziges Tor zum praktischen Weiterkommen benötigte.
Die Dramatik verschärfte sich kurz nach der Halbzeit, als Lloyd Kelly in der 48. Minute seine zweite Gelbe Karte sah und Juventus für den Rest der Partie auf zehn Spieler reduziert war. Die meisten Beobachter erwarteten, dass der Comeback-Versuch nun versanden würde, doch was folgte, war schlichtweg außergewöhnlich. Federico Gatti stieg in der 70. Minute am höchsten und köpfte ein zum 2:0 im Spiel und 4:5 im Gesamtergebnis, wodurch der Glaube im gesamten Stadion neu entflammte.
Die Stimmung erreichte ihren Siedepunkt, als Weston McKennie in der 82. Minute traf und das Gesamtergebnis auf 5:5 stellte. Damit vollendete die dezimierte Juventus-Elf einen atemberaubenden Drei-Tore-Lauf. Das Tor des US-amerikanischen Mittelfeldspielers sendete Schockwellen durch den europäischen Fußball, und das Spiel ging in die Verlängerung, wobei die Italiener trotz numerischer Unterlegenheit das gesamte Momentum auf ihrer Seite hatten.
Doch Galatasarays Klasse und Erfahrung setzten sich in der Verlängerung letztlich durch. Victor Osimhen, von der SSC Napoli ausgeliehen, versetzte den entscheidenden Schlag kurz nach Beginn der zweiten Hälfte der Verlängerung und traf in der 106. Minute zum 1:3 auf dem Platz, was die Gesamtführung seines Teams auf 6:5 wiederherstellte. Die Kaltblütigkeit des nigerianischen Nationalspielers vor dem Tor machte den Unterschied, brachte die Heimfans zum Verstummen und brach die Herzen der Turiner nach ihrem heldenhaften Kampf.
Baris Alper Yilmaz besiegelte dann in der 119. Minute das Weiterkommen und erzielte das zweite Galatasaray-Tor in der Verlängerung zum 2:3-Endstand im Spiel und einem eindeutigen 7:5 im Gesamtergebnis. Der Treffer des türkischen Flügelstürmers stellte sicher, dass es keine letzte Wendung mehr geben sollte, und bestätigte Galatasarays Einzug in die nächste Runde. Die Matchstatistiken spiegelten den offenen Charakter des Spiels wider: Juventus verzeichnete 28 Schüsse insgesamt, davon 9 aufs Tor, während Galatasaray auf 16 Schüsse kam, davon 8 aufs Tor.
Mit diesem historischen Ergebnis schreibt Galatasaray Geschichte als erster türkischer Verein, der die Playoff-Runde im neuen Champions-League-Format übersteht. Diese Begegnung bleibt in Erinnerung für den immensen Mut einer dezimierten Juventus-Mannschaft, die qualvoll nah daran war, eines der größten Comebacks in der Champions-League-Geschichte zu vollenden, und für die Widerstandskraft von Galatasaray, den Sturm zu überstehen und in der Verlängerung die entscheidenden Tore zu erzielen.
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