Google testet in Indien eine Möglichkeit, Produkte der zu Walmart gehörenden Plattform Flipkart über Gemini und den AI Mode der Suche zu kaufen. TechCrunch berichtete am späten 26. September in den USA, nach UTC bereits am 27. September, über den Versuch. Die Redaktion sah die Funktion selbst und sprach mit informierten Personen. Bei ausgewählten Flipkart-Angeboten öffnet eine Kaufen-Schaltfläche einen Bezahlvorgang mit Flipkart-Kennzeichnung, während die Nutzer in Googles KI-Oberfläche bleiben.
Laut TechCrunch umfasst der Versuch nur bestimmte Nutzer und eine kleine Auswahl an Smartphones, Elektronik und Mobilfunkzubehör. Andere Menschen sehen weiterhin gewöhnliche Flipkart-Angebote ohne direkte Kaufmöglichkeit. In der von der Redaktion geprüften Ansicht erschienen daneben Produkte anderer Händler, darunter Amazon. Für diese Angebote gab es jedoch keine vergleichbare Schaltfläche zum unmittelbaren Kauf.
Google hat Flipkart bereits öffentlich als Partner seiner Pläne für Einkäufe über KI-Dienste in Indien genannt. In einem September-Beitrag auf seiner Unternehmensseite beschrieb Google das Universal Commerce Protocol als Verbindung zwischen KI-Agenten und Händlern während des Einkaufs. Ob diese Technik auch den jetzt beobachteten Bezahlversuch ermöglicht, ist bislang unklar. Die öffentliche Beschreibung bestätigt die Partnerschaft, aber keine landesweite Freigabe der neuen Funktion.
Ein Google-Sprecher erklärte gegenüber TechCrunch, das Unternehmen erprobe regelmäßig Funktionen, die Menschen beim Entdecken von Unternehmen und beim Kontakt mit ihnen helfen sollen. Weitere Einzelheiten zu diesem Versuch nannte er nicht. Flipkart antwortete zunächst nicht auf die Anfrage des Mediums. Eine mit dem Test vertraute Person stellte eine breitere Einführung für Oktober vor der indischen Festsaison in Aussicht; Google hat diesen Zeitplan öffentlich nicht bestätigt.
Der Versuch zeigt, wie KI-Dienste über Produktempfehlungen hinaus auch Einkäufe ermöglichen könnten. Für Händler könnte eine Kasse innerhalb einer Gesprächsantwort einen zusätzlichen Weg zu Kunden eröffnen. Für Verbraucher hängt der Nutzen davon ab, welche Waren zugelassen sind und wie die Zahlung abläuft. Aus dem derzeitigen Test folgt weder eine Verfügbarkeit in ganz Indien noch eine Unterstützung für andere Händler.
Nach Angaben von TechCrunch entwickeln Google und weitere KI-Unternehmen Handelsfunktionen für Assistenten und Suchdienste. Als Nächstes lässt sich prüfen, ob Google den Flipkart-Versuch im Oktober ausweitet und die Teilnahmebedingungen für Händler und Kunden erläutert. Bis dahin bleibt die beschriebene Funktion ein begrenzter Test und kein allgemeiner Start.
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