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Hollywood-Gewerkschaften melden sinkenden US-Anteil an Filmproduktionen

Veröffentlicht am 6. Oktober 2026 0 Aufrufe

Hollywood-Gewerkschaften veröffentlichten am 5. Oktober in Los Angeles eine EY-Studie über den sinkenden Budgetanteil von Filmen mit erheblichen Dreharbeiten in den USA. Dieser Anteil fiel im langfristigen Vergleich von 74 auf 42 Prozent. Laut IATSE und TheWrap bekräftigt dies die gewerkschaftliche Forderung nach einer Produktionsförderung auf Bundesebene.

EY verglich die Durchschnittswerte für 1999–2001 und 2022–2024 innerhalb einer 25-jährigen Betrachtung. Die Auswahl umfasst fiktionale Realfilmproduktionen ausgewählter großer US-Studios. Die Ergebnisse ordnen Budgets nach Drehortkategorien zu, statt jeden im jeweiligen Land ausgegebenen Dollar zu erfassen. Erhebliche US-Dreharbeiten umfassen überwiegend oder teilweise dort gedrehte Projekte.

Der Budgetanteil überwiegend im Ausland gedrehter Filme stieg von 26 auf 58 Prozent. Zugleich sank der Anteil der Filme mit erheblichen US-Dreharbeiten von 66 auf 54 Prozent; ihr Anteil an Besetzung und Filmteams fiel von 72 auf 43 Prozent. Diese Zahlen betreffen die untersuchten Produktionen, nicht sämtliche Beschäftigten der Unterhaltungsbranche.

Beim Fernsehen zeigt sich eine ähnliche Verschiebung: Der Budgetanteil für Folgen mit erheblichen US-Dreharbeiten sank von 94 auf 64 Prozent, ihr Anteil an der Folgenzahl von 96 auf 70 Prozent. EY nutzte Dreijahresdurchschnitte gegen jährliche Schwankungen und betonte, dass Veränderungen durch Streaming den Vergleich verschiedener Fernsehepochen einschränken.

Zum Bündnis gehören die Regiegewerkschaft, IATSE, LIUNA, SAG-AFTRA, Teamsters und beide US-Autorengewerkschaften. Ihrer Erklärung zufolge ist Bundeshilfe nötig, um mit ausländischer Förderung zu konkurrieren und heimische Arbeitsplätze zu schützen. EY misst die geografische Verlagerung; der Bericht erklärt ausdrücklich nicht, warum sie erfolgte.

Laut TheWrap sieht ein im Vormonat im Kongress eingebrachter parteiübergreifender Entwurf eine Grundförderung von 20 Prozent der Ausgaben für Besetzung und Teams vor, mit möglichen Zuschlägen auf 30 Prozent. Der Vorschlag befindet sich weiterhin in parlamentarischer Beratung. Die Gewerkschaften nutzen die neuen Ergebnisse für ihre Kampagne zugunsten bundesweiter Maßnahmen.

Quellen: IATSE joint union announcement (October 5, 2026): https://iatse.net/dga-iatse-liuna-sag-aftra-teamsters-wga-east-and-wga-west-release-report-on-shift-in-location-for-film-and-television-production-over-25-years/ ; EY production-location report: https://edge.sitecorecloud.io/directorsguf4d4-dga2c79-dgaprod1615-f6e3/media/Files/News/2026/EY-Film-television-production-analysis.pdf ; TheWrap (October 5, 2026): https://www.thewrap.com/industry-news/labor-unions/united-states-film-production-decline-study/

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