HSBC meldete am 27. Oktober 2026 für das dritte Quartal einen um 32 Prozent höheren Vorsteuergewinn von 9,6 Milliarden Dollar. Die besseren Erträge verhinderten jedoch keinen Kursrückgang. Laut Reuters verlor die Aktie von Europas größter Bank im Handelsverlauf 6,7 Prozent, weil der Umsatz bei langsamerem Wachstum im Vermögensgeschäft hinter den Erwartungen zurückblieb.
Der Gewinn der Bank mit Hauptsitz in London für Juli bis September lag laut Reuters über den 7,3 Milliarden Dollar des Vorjahres, aber unter der von HSBC ermittelten durchschnittlichen Analystenprognose von 9,7 Milliarden Dollar. Die offizielle Mitteilung bezifferte den Quartalsumsatz auf 18,6 Milliarden Dollar, rund 800 Millionen mehr als im entsprechenden Zeitraum 2025.
HSBC führte einen großen Teil des Gewinnanstiegs darauf zurück, dass Rechtsrückstellungen von 1,4 Milliarden Dollar aus dem Vorjahr entfielen. Höhere Nettozinserträge im Bankgeschäft und geringere erwartete Kreditverluste halfen ebenfalls. Bei konstanten Wechselkursen und ohne Sondereffekte stieg der Vorsteuergewinn auf 10 Milliarden Dollar. Damit ist die Unterscheidung zwischen ausgewiesener und zugrunde liegender Entwicklung wesentlich.
Die Nettozinserträge erhöhten sich laut Bank um 6 Prozent auf 9,3 Milliarden Dollar, gestützt durch höhere Einlagen und die Wiederanlage der strukturellen Absicherung zu höheren Renditen. Die harte Kernkapitalquote CET1 betrug 13,9 Prozent, 0,2 Prozentpunkte weniger als am 30. Juni. Sie setzt das Kernkapital einer Bank ins Verhältnis zu ihren risikogewichteten Aktiva.
HSBC genehmigte für Aktionäre eine dritte Zwischendividende von 0,10 Dollar je Aktie und plant weitere Aktienrückkäufe von bis zu einer Milliarde Dollar. Diese sollen bis zur Bekanntgabe der Jahresergebnisse 2026 abgeschlossen sein. Das geplante Programm folgt auf einen gesonderten Rückkauf über eine Milliarde Dollar, den die Bank am 28. September abschloss.
HSBC erwartet weiterhin für 2026 Nettozinserträge im Bankgeschäft von mindestens 46 Milliarden Dollar. Zudem hält sie am Ziel einer Rendite auf das durchschnittliche materielle Eigenkapital von mindestens 17 Prozent für 2026, 2027 und 2028 ohne Sondereffekte fest. Laut Bank hängen die Ziele von den Wirtschaftsaussichten, den Marktbedingungen und dem Kundenverhalten ab.
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