Indiens Opposition hat am 12. Oktober beim Obersten Gericht ein Eingreifen in die umstrittene Überprüfung der Wählerlisten beantragt, während Tausende durch Neu-Delhi zogen, berichtet Reuters. Der Antrag ergänzt die Proteste gegen Wahlleiter Gyanesh Kumar und die Regierung von Narendra Modi um einen juristischen Schritt.
Laut Reuters begann die Überprüfung im Vorjahr und führte zur Streichung von über 130 Millionen Namen. Kritiker werfen den Behörden vor, Modis Bharatiya Janata Party zu begünstigen. Die Wahlkommission bestreitet jede Parteinahme und erklärt, zu Unrecht gestrichene Personen könnten sich erneut registrieren.
Der unter anderem von Oppositionsführer Rahul Gandhi unterzeichnete Antrag fordert eine Prüfung der Streichungen, Schutz vor Löschungen ohne Benachrichtigung und Anhörung sowie einen vorläufigen landesweiten Stopp, berichtet Reuters. Die BJP wirft ihren Gegnern vor, rechtmäßige Wahlverfahren zu untergraben.
Der Marsch am Montag verlief unter strengen Sicherheitsvorkehrungen friedlich, nachdem die Polizei am Wochenende Tausende festgenommen hatte, so Reuters. AP beschrieb Barrikaden an Zugängen zum Jantar Mantar und berichtete, die Polizei habe dessen Zulassung als Protestort aufgehoben und drei Ersatzorte benannt.
AP schilderte am 13. Oktober, wie junge Demonstrierende trotz Polizeieinsätzen weitermachten. Der Bericht begleitete die 22-jährige Wirtschaftsstudentin Kashish Rawat, die am Samstag auf der Straße blieb und ihre Rückkehr ankündigte. Der Streit vereint Studierende und Anhänger der Opposition in derselben Protestbewegung.
Reuters zufolge sollte das Oberste Gericht den Antrag am Dienstag, dem 13. Oktober, behandeln; diese Erwartung bestätigt weder eine erfolgte Anhörung noch ein Urteil. Die unmittelbar aufgeworfene Rechtsfrage lautet, ob die Überprüfung während der Untersuchung der Beschwerden über Streichungen pausieren soll.
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