Iran erklärte am Donnerstag, dem 22. Oktober, sieben Schiffe seien im Persischen Golf und nahe der Straße von Hormus getroffen worden. Associated Press und EconoTimes kennzeichneten die Mitteilung als iranische Darstellung. AP erklärte, die Berichte über die Schiffe nicht unabhängig verifizieren zu können.
Die Marine der Revolutionsgarden erklärte, am Mittwoch vier Schiffe bei der Ölübernahme im nördlichen Zentrum des Persischen Golfs angegriffen zu haben. Sie hätten eine aus ihrer Sicht unerlaubte Route genutzt. Laut Mitteilung gerieten alle vier in Brand. Namen, Flaggen, Besatzungsstärken oder Lademengen fehlten nach Angaben von EconoTimes.
Bei einem getrennten Vorfall westlich der Meerenge seien nachts drei weitere Schiffe auf Minen gelaufen, hätten gebrannt und ihre Fahrt nicht fortsetzen können, erklärte die Marine. Die Ortsangaben sind wesentlich: Die Mitteilung beschreibt einen Angriff während Öltransfers sowie angebliche Minentreffer, keine sieben bestätigten Angriffe an einem Ort.
EconoTimes zufolge verzeichnete die Internationale Seeschifffahrtsorganisation bis zum 22. Oktober 120 bestätigte maritime Vorfälle im Nahen Osten und 24 getötete Seeleute. Die jüngsten Einträge stammten vom 20. Oktober und enthielten die sieben neu gemeldeten Ereignisse nicht. Diese Gesamtzahlen bestätigen daher die jüngste iranische Darstellung nicht.
Irans Marine warf Washington zudem vor, Schiffe zur Nutzung einer als unerlaubt und vermint beschriebenen Route zu ermutigen. Sie warnte, weitere US-Ermutigungen könnten die Konfrontation auf regionale Stützpunkte ausweiten. Damit droht ein größerer Konflikt; eine unabhängige Bestätigung der Identität der Schiffe und ihrer Schäden steht jedoch aus.
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