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Musikverlage scheitern vor Oberstem Gericht mit Antrag zu weltweiten Urheberrechten

Veröffentlicht am 20. Oktober 2026 0 Aufrufe

Der Antrag von Musikverlagen gegen ein Urteil, das Songwriter Cyril Vetter weltweite Rechte zurückgibt, endete am 19. Oktober vor dem Obersten US-Gericht. Dessen Beschluss lässt seinen Erfolg bestehen, weil zu wenige Richter mitwirkten. Laut Reuters wollten die Verlagssparten von BMG, Sony, Universal und Warner die Entscheidung zu Double Shot (Of My Baby’s Love) kippen.

Der Beschluss nennt Sonia Sotomayor, Neil Gorsuch, Amy Coney Barrett und Ketanji Brown Jackson als nicht beteiligt, ohne Gründe anzugeben. Damit blieben fünf statt der erforderlichen sechs Richter. Diese sahen keine Möglichkeit, den Fall in der nächsten Sitzungsperiode zu hören und zu entscheiden. Dadurch griff eine gesetzliche Bestätigung mit der Wirkung einer Stimmengleichheit.

Laut Reuters schrieben Vetter und Donald Smith das Lied 1962 und übertrugen dessen Rechte 1963 an Windsong Music Publishers. Vetter erklärte 2019 die Beendigung der Übertragung, wirksam ab 2022. US-Recht erlaubt Kreativen, bestimmte Jahrzehnte zuvor abgetretene Rechte zurückzuholen. Das soll ihre schwache Verhandlungsposition ausgleichen, bevor sich der Wert ihrer Werke zeigt.

Der Streit betraf die Frage, ob die Rückholung auch Rechte außerhalb der USA umfasst. Vetter verklagte Resnik 2023 in Louisiana; eine Richterin gab ihm 2025 recht, das Berufungsgericht des fünften Bezirks bestätigte dies im Januar. Laut Music Business Worldwide kauften vier Verlage im März 2026 Resniks beanspruchten Anteil und ersetzten ihn als Beklagten, um das Oberste Gericht anzurufen.

Die Verlage warnten vor Risiken für Verträge im Milliardenwert, während Vetters Anwälte diese Sorgen laut Reuters für übertrieben hielten. Die Songwriters Guild of America begrüßte das Ergebnis vom Montag, berichtete Digital Music News. Der Konflikt betrifft die Kontrolle über Lieder und ihre Einnahmen, nachdem Autoren ihr Rückholrecht ausüben.

Das Verfahrensergebnis lässt das Berufungsurteil bestehen, ohne die Rechtsfrage landesweit zu klären. Laut Music Business Worldwide bindet es Bundesgerichte in Louisiana, Mississippi und Texas; andere Gerichte könnten anders entscheiden. Für Songwriter und Verlage ist dieser Unterschied wichtig: Dieser Fall ist abgeschlossen, weitere Streitigkeiten um die weltweite Rückholung bleiben möglich.

Quellen: US Supreme Court order, October 19, 2026: https://www.supremecourt.gov/orders/courtorders/101926zor_q8l1.pdf ; Reuters: https://www.marketscreener.com/news/us-supreme-court-rejects-music-labels-challenge-to-copyright-termination-ruling-ce785cdbda8cf125 ; Music Business Worldwide: https://www.musicbusinessworldwide.com/majors-and-bmg-lose-supreme-court-fight-over-songwriters-worldwide-copyright-reclaims-on-a-technicality/ ; Digital Music News: https://www.digitalmusicnews.com/2026/10/19/bmg-v-vetter-supreme-court-decision/

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