Der Nasdaq Composite verlor am 22. Oktober 2026 mit 2,6 Prozent so stark wie an keinem Tag seit Juni. Erneute Sorgen über Ausgaben für künstliche Intelligenz belasteten US-Technologieaktien, berichtete Reuters. Der S&P 500 sank um 1,21 Prozent, während der Dow Jones um 0,02 Prozent stieg. Damit zeigte sich eine deutliche Spaltung an der Wall Street.
Reuters führte die Verkäufe auf Unternehmenszahlen zurück, die Zweifel am KI-Investitionswettlauf neu entfachten. Die Aktie von Meta fiel trotz eines Umsatzes über den Erwartungen. Anleger beschäftigten die Kosten zusätzlicher Rechenkapazität und die geplanten stimmrechtslosen Aktien, die dem Konzern die Kapitalaufnahme für weitere Investitionen erleichtern könnten.
Metas Ergebnisse vom 21. Oktober liefern den Hintergrund: Der Quartalsumsatz erreichte 64,60 Milliarden Dollar, 26 Prozent mehr als im Vorjahr, doch der freie Cashflow lag bei minus 2,12 Milliarden Dollar. Die Investitionen einschließlich Tilgungen von Finanzierungsleasing beliefen sich auf 34,91 Milliarden Dollar. Die Ausgaben übertrafen somit den operativen Mittelzufluss trotz weiter steigender Umsätze.
Der Rückgang ging über einzelne Geschäftszahlen hinaus. Laut AP verlor Nvidia 4,4 Prozent und belastete den S&P 500 wegen seines hohen Indexgewichts am stärksten. Dennoch legte die Mehrheit der US-Aktien zu. Südkoreas Kospi sank um 3,5 Prozent, Hongkongs Hang Seng um 3 Prozent und Japans Nikkei 225 um 2,7 Prozent, während der Technologierückgang weitere Märkte erfasste.
Höhere Energiepreise erhöhten den Druck. Laut AP stieg Brent-Öl wegen Sorgen über den Iran-Krieg um 4 Prozent auf 113,17 Dollar je Barrel. Der Ökonom Jose Torres von Interactive Brokers beschrieb zudem Käufe von US-Staatsanleihen angesichts wachsender Zweifel an KI-Erträgen. Sinkende Anleiherenditen stützten defensive und zinssensible Aktien.
Die Ausgabenpläne bleiben im Mittelpunkt. Meta erwartet für 2026 nun Investitionen von 135 bis 145 Milliarden Dollar statt bisher 130 bis 145 Milliarden Dollar. Für das vierte Quartal prognostiziert der Konzern einen Umsatz von 73 bis 76 Milliarden Dollar. Es handelt sich um Unternehmensprognosen; der Umfang künftiger Ausgaben und die daraus entstehenden Erträge bleiben deshalb unter genauer Beobachtung.
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