Neuseeland besiegte Jamaika am Sonntag im Netball-Finale der Commonwealth Games in Glasgow mit 56:48 und gewann den Titel nach 16 Jahren zurück. Die Silver Ferns beendeten das Turnier im Hydro ohne Niederlage und sicherten sich ihr drittes Commonwealth-Gold. Jamaika erhielt zum zweiten Mal nacheinander Silber, wie die offiziellen Ergebnisse von World Netball belegen.
Beide Finalisten trafen bereits in der Gruppenphase aufeinander. Neuseeland gewann damals mit 53:48, nachdem die Begegnung bis in die Schlussminuten eng geblieben war. Dieser Erfolg brachte den Silver Ferns den ersten Platz in ihrer Gruppe. Im ersten Halbfinale am Samstag schlugen sie England anschließend mit 61:54 und eröffneten sich damit die Chance, die zuletzt 2010 in Delhi gewonnene Krone zurückzuholen.
Jamaika erreichte das Endspiel durch ein 46:45 gegen Titelverteidiger Australien im anderen Halbfinale. Die Überraschung mit einem Punkt Vorsprung gab den Sunshine Girls erneut die Gelegenheit, ihren ersten Commonwealth-Titel anzustreben. Schon 2022 in Birmingham belegten sie hinter Australien Rang zwei. Im Sonntagsduell vergrößerten die Silver Ferns den Abstand aus dem Gruppenspiel jedoch von fünf auf acht Treffer.
Die Wettbewerbschronik von World Netball nennt Neuseeland außerdem als Sieger von 2006 und 2010. Australien gewann danach die Austragungen 2014 und 2022, England triumphierte bei den Spielen 2018 an der Gold Coast. Das Ergebnis von Glasgow beendet somit Neuseelands längste Pause zwischen zwei Commonwealth-Titeln und macht das Land neben Australien zum ersten dreifachen Champion.
Australien erholte sich von der Halbfinalniederlage und bezwang England am Sonntag im Spiel um Bronze mit 68:50. Die Medaillenpartien beendeten einen Wettbewerb mit zwölf Mannschaften, der am 25. Juli begann und zum letzten Tag von Glasgow 2026 gehörte. Netball bleibt 2030 in Ahmedabad Teil des Commonwealth-Programms. Dort kann Neuseeland den Titel verteidigen, während Jamaika einen neuen Anlauf auf das erste Gold nimmt.
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