Nvidia erreichte im ersten Halbjahr 2026 einen Anteil von 34 Prozent am chinesischen Markt für KI-Beschleuniger für Rechenzentren, Huawei 28 Prozent. Das zeigen IDC-Daten, über die Reuters am 13. Oktober berichtete. Die neuen Zahlen zeigen einen geringeren Abstand zwischen den Anbietern, während US-Ausfuhrbeschränkungen Nvidias Angebot begrenzen und China heimische Alternativen fördert.
Nvidia lieferte von Januar bis Juni 678.000 Beschleuniger in China aus, 44 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, berichtete Reuters. Diese Spezialprozessoren dienen dem Training und Betrieb von KI-Modellen. Die Angaben betreffen Lieferungen in diesen sechs Monaten, keine aktuellen Bestellungen oder weltweiten Marktanteile.
Huawei lieferte 572.000 Einheiten, nach mehr als 300.000 im Vorjahr, gemäß den auch von Aju Press gemeldeten IDC-Zahlen. Mit 28 Prozent lag Huawei sechs Prozentpunkte hinter Nvidia. Neun der elf von IDC erfassten chinesischen Anbieter erhöhten ihre Lieferungen. Das Wachstum beschränkte sich somit nicht auf Huawei.
Laut Aju Press erreichte Alibabas T-Head sieben Prozent Marktanteil, gefolgt von Cambricon mit fünf, Baidus Kunlunxin mit vier und Hygon mit drei Prozent. Laut Reuters verkleinerten Washingtons Beschränkungen das in China verfügbare Nvidia-Sortiment. Peking förderte lokale Produkte und verlangte Genehmigungen für die Einfuhr regelkonformer Nvidia-Chips.
Auch die Produktstruktur änderte sich. Laut Aju Press unter Berufung auf IDC sanken GPU-Lieferungen um 26 Prozent auf 991.000 Einheiten. Andere KI-Beschleuniger legten um etwa 80 Prozent auf 1,016 Millionen zu und überholten GPUs nach Stückzahl. Diese Prozessoren sind für bestimmte KI-Berechnungen oder Inferenzaufgaben ausgelegt, darunter den Betrieb bereits trainierter Modelle.
Reuters zufolge nannte IDC nicht die Nvidia-Produkte, die in der Marktanteilszahl enthalten sind. Die genaue Aufschlüsselung bleibt deshalb offen. Für 2026 erwartet IDC laut Berichten über seine Prognose 19 Prozent mehr Lieferungen von KI-Beschleunigern in China insgesamt, während die GPU-Lieferungen um neun Prozent zurückgehen sollen.
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