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NVIDIA GTC 2026: Jensen Huang enthüllt die Vera-Rubin-Architektur und erwartet Bestellungen über eine Billion Dollar

Veröffentlicht am 19. März 2026 758 Aufrufe

NVIDIA-CEO Jensen Huang betrat diese Woche die Bühne der GTC-2026-Konferenz in San Jose und lieferte eine Keynote voller Ankündigungen, die die dominierende Position des Unternehmens auf dem Markt für KI-Hardware unterstreichen. Das Herzstück der Präsentation war die Enthüllung von Vera Rubin, NVIDIAs GPU-Architektur der nächsten Generation, die noch in diesem Jahr an Kunden ausgeliefert werden soll. Huang bezeichnete Vera Rubin als einen Generationssprung in Leistung und Effizienz, der die weltweit steigende Nachfrage nach KI-Rechenleistung bedienen soll.

Zu den bedeutendsten Enthüllungen zählte der Groq 3 Language Processing Unit, der erste Chip aus NVIDIAs 20-Milliarden-Dollar-Übernahme von Groq, die im Dezember 2025 abgeschlossen war. Der Groq 3 LPU ist für ultraschnelle Inferenz-Workloads konzipiert, und die Auslieferungen sollen im dritten Quartal dieses Jahres beginnen. NVIDIA stellte zudem das Groq 3 LPX Rack vor, ein Hochdichtesystem, das 256 LPUs in einem einzigen Gehäuse unterbringt und sich an Betreiber von Hyperscale-Rechenzentren richtet, die maximalen Durchsatz anstreben.

Huang präsentierte außerdem einen Prototyp von Kyber, NVIDIAs nächster großer Rack-Architektur, die 144 GPUs in einer vertikalen Konfiguration integriert, um höhere Dichte und geringere Latenz zu erreichen. Kyber soll in der Vera Rubin Ultra-Konfiguration verfügbar sein, mit geplanten Auslieferungen ab 2027. In einer ambitionierten Prognose erklärte Huang, dass NVIDIA Bestellungen im Gesamtwert von einer Billion Dollar für die Chip-Familien Blackwell und Vera Rubin bis 2027 erwartet, was das außergewöhnliche Investitionstempo in KI-Infrastruktur weltweit widerspiegelt.

Auf der Softwareseite stellte NVIDIA DLSS 5 vor, die neueste Version seiner Deep-Learning-Super-Sampling-Technologie für Spiele und professionelle Visualisierung. Das Unternehmen lancierte zudem NemoClaw, einen Open-Source-Stack für die Entwicklung autonomer KI-Agenten, kombiniert mit den Hardwareplattformen DGX Spark und DGX Station. Huang bezeichnete die OpenClaw-KI-Agentenplattform als tektonische Verschiebung in der Art, wie Unternehmen intelligente Automatisierung einsetzen werden, und signalisierte damit NVIDIAs weiterreichende Ambitionen jenseits der Hardware.

Der Automobilsektor nahm einen prominenten Platz in der Keynote ein. NVIDIA gab eine Partnerschaft mit Uber bekannt, um dessen Flotte bis 2028 in 28 Städten auf vier Kontinenten mit NVIDIA Drive AV-Software auszustatten. Darüber hinaus entwickeln Automobilhersteller wie Nissan, BYD, Geely, Isuzu und Hyundai autonome Fahrzeuge der Stufe 4 auf der NVIDIA Drive Hyperion-Plattform. Huang bestätigte außerdem, dass NVIDIA die Produktion seines H200-KI-Prozessors für den chinesischen Markt wieder aufnimmt, wo die Nachfrage trotz bestehender Exportbeschränkungen anzieht.

Die GTC-2026-Konferenz, die vom 16. bis 19. März in San Jose stattfindet, zieht Tausende von Entwicklern, Forschern und Branchenführern an, die die nächste Welle von KI-Hardware und -Software erleben wollen. Mit der Vera-Rubin-Architektur, dem Groq 3 LPU, dem Kyber-Rack-Prototyp und weitreichenden Partnerschaften im Bereich autonomes Fahren hat NVIDIA eine ambitionierte Roadmap vorgelegt, die seine zentrale Rolle in der globalen KI-Revolution festigt.

Quellen: CNBC, Tom's Hardware, TechCrunch, NVIDIA Blog

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