Olivia Dean ging als unangefochtener Star der Brit Awards 2026 am Samstagabend hervor und sicherte sich vier Trophäen, darunter Künstlerin des Jahres und Album des Jahres für ihre von der Kritik gefeierte Platte The Art Of Loving. Die 25-jährige Sängerin aus dem Süden Londons erhielt außerdem die Auszeichnung für den Song des Jahres für ihre Zusammenarbeit mit Sam Fender bei Rein Me In und den Titel Beste Pop-Künstlerin, womit sie in jeder Kategorie triumphierte, in der sie nominiert war.
Die Zeremonie selbst schrieb Geschichte, da sie zum ersten Mal in 46 Jahren die britische Hauptstadt verließ. Die Co-op Live Arena in Manchester diente als Schauplatz für dieses glanzvolle Ereignis. Komiker Jack Whitehall kehrte zum sechsten Mal als Moderator zurück und führte das Publikum durch einen Abend, der sowohl etablierte Ikonen als auch aufstrebende Talente der britischen und internationalen Musikszene feierte.
Sam Fender ergänzte seinen Triumph beim Song des Jahres mit dem Preis als Bester Alternative- und Rock-Künstler, während Wolf Alice den Titel Gruppe des Jahres zum zweiten Mal in ihrer Karriere holten. Lola Young, die mit fünf Nominierungen gleichauf mit Dean in den Abend gegangen war, gewann den Preis als Durchbruchskünstlerin. Dave sicherte sich die Auszeichnung in der Kategorie Hip-Hop, Grime und Rap, während Sault als Bester R&B-Act geehrt wurden.
Die internationalen Kategorien lieferten bemerkenswerte Ergebnisse: Rosalía schrieb als erste spanischsprachige Künstlerin Geschichte, indem sie den Titel Internationale Künstlerin des Jahres gewann und sich gegen Taylor Swift, Chappell Roan und Lady Gaga durchsetzte. Der Internationale Song des Jahres ging an Rosé und Bruno Mars für ihren weltweiten Hit APT., und die amerikanische Band Geese erhielt den Preis als Internationale Gruppe. Unter den Sonderpreisen machte PinkPantheress als erste Frau mit dem Titel Produzentin des Jahres Geschichte, während Noel Gallagher als Songwriter des Jahres ausgezeichnet und Mark Ronson der Preis für den herausragenden Beitrag zur Musik verliehen bekam.
Einer der emotionalsten Momente des Abends war die posthume Verleihung des Preises für das Lebenswerk an die Black-Sabbath-Legende Ozzy Osbourne. Robbie Williams führte eine eindrucksvolle Hommage mit der Darbietung des Klassikers No More Tears von 1991 an, begleitet von ehemaligen Mitgliedern von Osbournes Live-Band, darunter Bassist Robert Trujillo, Gitarrist Zakk Wylde, Keyboarder Adam Wakeman und Schlagzeuger Tommy Clufetos.
Der Abend bot unvergessliche Live-Auftritte von Harry Styles, der die Show zum dritten Mal als Solokünstler bei den BRITs eröffnete, sowie Darbietungen von Olivia Dean, Rosalía, Wolf Alice, Alex Warren, Sombr und Mark Ronson. Branchenbeobachter stellten fest, dass der Umzug nach Manchester sich als Erfolg erwies und der Zeremonie frische Energie verlieh. Die Organisatoren deuteten an, dass zukünftige Ausgaben weiterhin zwischen verschiedenen Veranstaltungsorten im gesamten Vereinigten Königreich wechseln könnten.
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