Die Gesundheitsbehörden in Pennsylvania meldeten am 30. September einen fünften Todesfall im Zusammenhang mit Masern. Die betroffene Person lebte im Lancaster County, war ungeimpft und hatte eine bestätigte Infektion. Das Gesundheitsministerium des Bundesstaates bezifferte die Zahl der Fälle im Jahr 2026 auf 943 in 39 Bezirken. Alter und weitere Angaben zur Identität teilte es mit Rücksicht auf die Familie nicht mit.
Die Mitteilung ist eine weitere ernste Entwicklung bei einem Ausbruch, der Ende April begann. Nach Angaben des Ministeriums kamen seit dem 28. September 40 bestätigte Fälle hinzu; 176 Menschen mussten in diesem Jahr ins Krankenhaus. Nur vier der 943 gemeldeten Fälle betrafen geimpfte Personen. Diese Zahlen beschreiben erfasste Erkrankungen und erlauben für sich allein keinen Vergleich des individuellen Risikos von geimpften und ungeimpften Einwohnern.
Es handelt sich um den dritten gemeldeten Todesfall im Lancaster County. Die Associated Press berichtete, dass die beiden früheren Fälle Säuglinge betrafen, die nach den geltenden Empfehlungen noch zu jung für eine Impfung waren. Die anderen zuvor bekannten Todesfälle betrafen eine 18 Jahre alte Person im Mifflin County und eine 40 Jahre alte Frau im Jefferson County. Der Bundesstaat ordnet alle fünf als mit Masern verbundene Todesfälle ein und teilte mit, dass keine dieser Personen geimpft war.
Pennsylvania meldete den jüngsten Todesfall an die US-Gesundheitsbehörde CDC. Staatliche Teams veranstalteten in betroffenen Gemeinden 180 zeitweilige Impfaktionen und verabreichten dort mehr als 5.500 Dosen des Impfstoffs gegen Masern, Mumps und Röteln. Weitere Termine sind geplant. Im ganzen Bundesstaat verabreichten alle Anbieter zusammen im September mehr als 53.000 Dosen; in einem gewöhnlichen Monat sind es laut Ministerium etwa 25.000.
Der Anstieg in den gesamten USA bildet den Hintergrund des Ausbruchs. Die CDC erfasste bis zum 24. September landesweit 3.659 bestätigte Fälle, bereits mehr als die 2.289 Fälle im gesamten Jahr 2025. Ihre Daten zeigen zudem einen Rückgang der Impfquote bei Kindern zum Schuleintritt von 95,2 Prozent im Schuljahr 2019/20 auf 92,4 Prozent im Jahr 2025/26. Laut CDC erleichtert eine geringere Quote die Ausbreitung des hoch ansteckenden Virus, sobald es eine Gemeinde erreicht.
Nach Angaben des Ministeriums schützen zwei Impfdosen zu etwa 97 Prozent vor Masern. Für Impfungen verweist es die Bevölkerung an medizinisches Personal und örtliche Gesundheitsämter. Während die Untersuchungen weiterlaufen, aktualisiert die Behörde ihr Datenportal. Menschen mit möglichem Kontakt und Symptomen sollen ärztlichen Rat einholen; die Erkrankung kann mit Fieber, Husten und geröteten Augen beginnen, bevor ein Ausschlag auftritt.
Kommentare