Der 28. Spieltag der Serie A bot am Samstag packende Ergebnisse und entscheidende Weichenstellungen. Juventus beendete seine Negativserie eindrucksvoll mit einem souveränen 4:0-Sieg über Pisa, während Como seinen bemerkenswerten Vormarsch in Richtung Champions-League-Qualifikation mit einem hart erkämpften 2:1-Auswärtssieg bei Cagliari fortsetzte. Derweil benötigte Atalanta ein dramatisches spätes Comeback von Gianluca Scamacca, um ein 2:2-Unentschieden gegen Udinese in Bergamo zu retten.
Im Allianz Stadium von Turin zeigte Juventus seine überzeugendste Leistung seit Wochen und beendete damit eine katastrophale Serie von nur zwei Punkten aus den vorangegangenen vier Spielen. Andrea Cambiaso eröffnete den Torreigen in der 54. Minute per Kopfball, bevor Khephren Thuram in der 65. Minute einen Abpraller zum 2:0 verwertete. Kenan Yildiz beendete anschließend seine Torflaute, die seit Mitte Januar andauerte, mit einem klinischen Abschluss in der 75. Minute und löste damit frenetischen Jubel beim türkischen Nationalspieler aus. Jeremie Boga setzte in der Nachspielzeit (90+3) den Schlusspunkt. Jonathan David, der in der ersten Halbzeit Schwierigkeiten hatte, verließ den Platz zur Pause. Das Spiel fiel auf den 67. Geburtstag von Trainer Luciano Spalletti.
Die faszinierendste Geschichte des Tages schrieb Como, dessen märchenhafte Saison unter Cesc Fabregas mit einem 2:1-Auswärtssieg bei Cagliari fortgesetzt hat. Martin Baturina brachte die Gäste bereits in der 14. Minute in Führung, und obwohl Patrick Esposito in der 56. Minute für Cagliari ausglich, ließ sich Como nicht entmutigen. Alberto Da Cunha stellte die Führung in der 76. Minute auf spektakuläre Weise wieder her — mit einem atemberaubenden Linksschuss von außerhalb des Strafraums, der den Torwart chancenlos zurückließ. Das Ergebnis markiert Comos dritten Sieg in Folge und den fünften Erfolg in sechs Auswärtsspielen, eine außergewöhnliche Formserie, die den Verein in ernsthafte Reichweite eines Top-Vier-Platzes gebracht hat.
Comos Sieg ließ das Team auf 51 Punkte klettern, gleichauf mit der Roma in der Serie-A-Tabelle, und hält die Champions-League-Ambitionen lebendig. Unter der Führung des ehemaligen Mittelfeldspielers von Barcelona und Arsenal hat der Aufsteiger in dieser Saison alle Erwartungen übertroffen. Besonders die Auswärtsbilanz zeigt sich phänomenal, und die Beständigkeit der vergangenen Wochen deutet darauf hin, dass es sich keineswegs um eine Eintagsfliege handelt. Da Juventus mit 50 Punkten nur einen Zähler zurückliegt, verspricht das Rennen um die letzten Champions-League-Plätze eines der spannendsten in der jüngeren Geschichte der Serie A zu werden.
In Bergamo steuerte Atalanta auf eine schmerzhafte Niederlage zu, als die Mannschaft mit 0:2 ins letzte Viertel des Spiels ging. Rasmus Kristensen hatte den Gästen in der 39. Minute die Führung beschert, und Che Adams baute den Vorsprung in der 55. Minute mit einem klinischen Abschluss aus. Doch dann entfachte Gianluca Scamacca einen atemberaubenden Vier-Minuten-Sturm, der das Spiel auf den Kopf stellte. Der italienische Stürmer erzielte den Anschlusstreffer in der 75. Minute und glich in der 79. Minute aus — ein bemerkenswertes persönliches Comeback. Die von Trainer Raffaele Palladino vorgenommene Umstellung auf ein 4-4-2-System erwies sich als entscheidend für die Wende. Udinese dürfte es bereuen, nicht alle drei Punkte mitgenommen zu haben, insbesondere nachdem Jens Ekkelenkamp eine erstklassige Chance in der Schlussphase vergab.
Inter Mailand thront weiterhin souverän an der Tabellenspitze der Serie A mit 67 Punkten, vor dem AC Mailand mit 57 und Neapel mit 56. Der Kampf um die Champions-League-Qualifikation bleibt erbittert: Roma und Como stehen bei 51 Punkten, Juventus lauert mit 50 Zählern. Am Tabellenende stecken Verona und Pisa mit jeweils nur 15 Punkten tief im Abstiegskampf. Während die Saison in ihre entscheidende Phase eintritt, fesselt Comos unglaublicher Aufstieg unter Fabregas ganz Italien.
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