Zurück zur Startseite Singapur bestätigt Untergang eines Containerschiffs nach Angriff bei Hormus Welt

Singapur bestätigt Untergang eines Containerschiffs nach Angriff bei Hormus

Veröffentlicht am 14. Oktober 2026 0 Aufrufe

Singapur teilte am 14. Oktober mit, dass das Containerschiff GFS Pride nach Schäden und einem Brand infolge eines gemeldeten Geschosseinschlags in der Straße von Hormus gesunken sei. Laut Seeschifffahrtsbehörde gelangten alle 21 Besatzungsmitglieder sicher von Bord. Verletzte gab es demnach nicht.

Die See- und Hafenbehörde erklärte, unbekannte Geschosse hätten die GFS Pride und die ebenfalls in Singapur registrierte GFS Giselle am 13. beziehungsweise 14. Oktober nach Singapurer Zeit getroffen. Die GFS Giselle erlitt Rumpfschäden, erreichte aber aus eigener Kraft einen sicheren Ankerplatz. Ihre 22 Besatzungsmitglieder sind sicher; auf beiden Schiffen waren keine Staatsangehörigen Singapurs.

Reuters berichtete ebenfalls über den Untergang und berief sich auf Sicherheitskreise der Schifffahrt sowie eine pakistanische Navigationswarnung vom 14. Oktober vor schwimmenden Containern der GFS Pride. Das Schiff hatte eine Kapazität von 2.824 Standardcontainern zu zwanzig Fuß. Der Betreiber in den Vereinigten Arabischen Emiraten war laut Reuters zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Die Marine der iranischen Revolutionsgarden erklärte laut Associated Press, ein Frachter habe eine Seemine getroffen. AP zufolge blieb unklar, ob dies das singapurische Schiff war; die Agentur bestätigte die iranischen Bilder nicht unabhängig. Singapur nannte unbekannte Geschosse und keinen Angreifer. Die Berichte belegen somit nicht dieselbe Ursache.

Vor dem Krieg lief laut Reuters etwa ein Fünftel des weltweiten Handels mit Öl und Flüssigerdgas über diese Route. Zwei ranghohe iranische Vertreter erklärten der Agentur, Teheran ändere seine Angriffstaktik, um Ölpreise hoch zu halten und die US-Zwischenwahlen zu beeinflussen. Dies sind die Angaben der Vertreter, keine unabhängig belegten Motive für diese konkreten Angriffe.

Singapur verurteilte Angriffe auf die Handelsschifffahrt als völkerrechtswidrig und forderte den Schutz von Schiffen und Seeleuten. Die Behörde steht nach eigenen Angaben mit der Schiffsverwaltung in Kontakt und beobachtet die Entwicklung. Ihre Mitteilung bestätigt die Sicherheit der Besatzungen, lässt aber die Art der Geschosse und die Verantwortung für die Angriffe offen.

Quellen: Maritime and Port Authority of Singapore (https://www.mpa.gov.sg/media-centre/details/two-singapore-registered-vessels-struck-in-strait-of-hormuz); Reuters (https://malaysia.news.yahoo.com/container-ship-sinks-near-hormuz-125139801.html; https://www.aol.com/articles/iran-shifting-tactics-step-attacks-000632000.html); Associated Press (https://apnews.com/article/7e2c57a29fd5c3afc7ffe0cf63954bf3)

Kommentare