SK hynix erklärte am 28. Oktober in Seoul, die Speichernachfrage werde durch den Ausbau der KI-Infrastruktur bis 2030 das Angebot übersteigen. Der südkoreanische Chiphersteller verwies auf komplexe Fertigungsverfahren und lange Bauzeiten für Fabriken und stellte Pläne für mehr moderne Speicher vor.
Laut Korea JoongAng Daily erreichte der operative Quartalsgewinn einen Rekord von 83,33 Billionen Won, mehr als das Siebenfache des Vorjahreswerts. Das Unternehmen bezeichnete demnach seine DRAM- und Hochbandbreitenspeichermengen bis 2029 als praktisch ausverkauft. Dies spiegelt seine Einschätzung der künftigen Nachfrage wider.
Die Mitteilung beziffert feste Zusagen genauer: Langfristige Verträge mit 14 Großkunden decken über die Hälfte der Produktionskapazität für 2027 und 2028 ab. Dazu zählen globale Cloudanbieter. Die Preisregeln berücksichtigen die Marktlage innerhalb vereinbarter Bandbreiten.
Für mehr Hochbandbreitenspeicher will SK hynix seine Anlage M15X bis Jahresende auf volle Kapazität bringen. HBM4 soll im vierten Quartal sowohl bei den Liefermengen als auch beim Umsatz HBM3E überholen und damit zur wichtigsten HBM-Generation des Unternehmens aufsteigen.
Die Ergebnisse lösten eine kräftige Börsenreaktion aus. Laut Korea JoongAng Daily schlossen SK hynix 10,89% höher, während Samsung Electronics 9,01% zulegte. Der südkoreanische Kospi stieg um 6,63%. Das zeigt die breitere Wirkung der Ergebnisvorlage aus der Chipbranche auf den heimischen Markt.
SK hynix erwartet nächstes Jahr deutlich höhere Investitionen, wenn Yongins erste Phase den Vollbetrieb erreicht. Ausgaben und Zeitplanung sollen sich an Nachfrage, Rentabilität und Investitionseffizienz orientieren. Der Angebotsausblick bleibt eine Unternehmensprognose; die Quartalszahlen sind bis zum Abschluss ihrer Prüfung vorläufig.
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