Zurück zur Startseite Stripe und Advent geben milliardenschweren PayPal-Vorstoß auf Wirtschaft

Stripe und Advent geben milliardenschweren PayPal-Vorstoß auf

Veröffentlicht am 29. August 2026 0 Aufrufe

Ein Konsortium aus dem Zahlungsdienstleister Stripe und der Beteiligungsgesellschaft Advent International hat seinen Übernahmevorstoß für PayPal Holdings beendet. Bloomberg News, Reuters und Axios bezifferten das geplante Geschäft auf rund 53 Milliarden Dollar. Der Rückzug ließ die PayPal-Aktie am Freitag, dem 28. August, um 12,7 Prozent auf 53,66 Dollar fallen und beseitigte einen großen Teil des zuvor eingepreisten Übernahmeaufschlags.

Die Interessenten boten laut einem früheren Reuters-Bericht 60,50 Dollar je Aktie für den Pionier digitaler Zahlungen. Axios bezeichnete die Transaktion als die mögliche größte Fintech-Übernahme aller Zeiten. PayPal schloss am Donnerstag bei 61,47 Dollar und damit über dem gemeldeten Angebot, nachdem das Kaufinteresse dem Kurs im laufenden Quartal zu einer kräftigen Erholung verholfen hatte.

Bloomberg berichtete unter Berufung auf mit den vertraulichen Gesprächen vertraute Personen, dass die Gruppe keine Transaktion mehr verfolgt. Reuters berief sich später auf eine weitere informierte Person und bestätigte das Ende der Bemühungen. PayPal, Stripe und Advent lehnten Stellungnahmen ab; die Berichte lassen jedoch die Möglichkeit einer späteren Rückkehr der Bieter offen.

Das gescheiterte Vorhaben lenkt den Blick erneut auf PayPals Wachstumsstrategie unter Vorstandschef Enrique Lores. Im profitablen Geschäft mit der eigenen Checkout-Marke wächst der Druck, weil Angebote wie Apple Pay und Shop Pay an Bedeutung gewinnen. Zugleich prüft die Zahlungsbranche künstlich intelligente Agenten, die Produkte im Auftrag von Verbrauchern suchen und erwerben.

PayPals jüngste Unternehmensmeldung zeigt Größe und Herausforderung zugleich. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent auf 8,7 Milliarden Dollar, das gesamte Zahlungsvolumen legte um 10 Prozent auf 486,4 Milliarden Dollar zu. Der Betriebsgewinn nach US-Rechnungsregeln sank hingegen um 5 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar, und die Zahl aktiver Konten wuchs lediglich um 0,3 Prozent auf 439 Millionen.

Im Juli erhöhte PayPal seine bereinigte Gewinnprognose für das Gesamtjahr auf etwa 5,38 Dollar je Aktie und meldete Fortschritte beim Umbau. Nach dem Rückzug der Kaufinteressenten bewerten Anleger vor allem, ob PayPal die bessere Dynamik bei Venmo und Braintree, die stabilere Marken-Kaufabwicklung und Kostendisziplin in dauerhaft profitables Wachstum übersetzen kann. Ein neuer Vorstoß bleibt ungewiss, da kein beteiligtes Unternehmen öffentlich eine Wiederaufnahme der Verhandlungen zugesagt hat.

Quellen: Reuters, Bloomberg News, Axios, PayPal Holdings SEC filing

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