DC Studios' Supergirl soll am 26. Juni in rund 3.600 US-amerikanischen Kinos anlaufen, darunter auch auf IMAX-Leinwänden, doch der von Milly Alcock angeführte Superheldenfilm steht vor einer gewaltigen Herausforderung durch Pixars Toy Story 5, der weiterhin die heimische Kinokasse dominiert. Branchenprognosen gehen davon aus, dass Supergirl am Eröffnungswochenende in den USA zwischen 47 und 50 Millionen Dollar einspielen wird — ein respektabler Start, der jedoch bei Weitem nicht ausreicht, um den Spitzenplatz zu erobern. Toy Story 5, der vergangenes Wochenende mit dem besten Start des Jahres 2026 von 160 Millionen Dollar eröffnete, dürfte in seiner zweiten Woche zwischen 88 und 96 Millionen Dollar erzielen und damit nahezu das Doppelte von Supergirl erreichen.
Der Film unter der Regie von Craig Gillespie feierte bereits am 22. Juni Premieren am Londoner Leicester Square und in Brooklyn, wobei die ersten Reaktionen von Kritikern und Publikum gemischt ausfielen. Milly Alcock verkörpert Kara Zor-El, die kryptonische Heldin, die besser als Supergirl bekannt ist, und ihre Darstellung gilt weithin als größter Trumpf des Films. Alcock, die durch ihre Rolle in House of the Dragon internationale Bekanntheit erlangte, verleiht der Figur eine emotionale Tiefe und körperliche Präsenz, die selbst skeptische Zuschauer beeindruckt hat.
Jason Momoas Darstellung von Lobo, dem intergalaktischen Kopfgeldjäger, hat sich als eines der meistdiskutierten Elemente des Films herausgestellt. Kritiker bezeichneten seinen Auftritt als die unterhaltsamste Antihelden-Einführung im neuen DC-Universum, die jeder Szene chaotische Energie und schwarzen Humor verleiht. David Corenswet kehrt an der Seite von Rachel Brosnahan und Nicholas Hoult in Nebenrollen als Superman zurück und verankert den Film fest in James Gunns vernetztem DCU-Rahmen.
Allerdings dreht sich eine wiederkehrende Kritik um den Bösewicht des Films, den mehrere Rezensenten als blass und unzureichend entwickelt charakterisiert haben. Diese Schwäche in der Gestaltung des Antagonisten spiegelt eine langjährige Herausforderung für Superheldenfilme wider und dürfte die Mundpropaganda in den entscheidenden Wochen nach dem Startwochenende dämpfen. Die gemischten frühen Reaktionen werfen Fragen auf, ob der Film über seinen anfänglichen Start hinaus eine solide Leistung an den Kinokassen aufrechterhalten kann.
Weltweit soll Supergirl ein Eröffnungswochenende zwischen 80 und 90 Millionen Dollar erzielen, wobei die internationalen Märkte voraussichtlich zwischen 27 und 39 Millionen Dollar beitragen werden. Warner Bros. braucht ein weltweites Einspielergebnis von etwa 350 Millionen Dollar, um den Film angesichts seines Produktions- und Marketingbudgets als finanziellen Erfolg zu werten. Mit einem geschätzten Rückgang von 40 bis 45 Prozent für Toy Story 5 am zweiten Wochenende — ein starkes Halten nach Branchenmaßstäben — dürfte die Animationsfortsetzung innerhalb weniger Tage die Marke von 300 Millionen Dollar im Inland überschreiten.
Dieses Kräftemessen an der Kinokasse verdeutlicht die zunehmend wettbewerbsintensive Sommerfilmsaison, in der selbst bekannte geistige Eigentumsrechte gegen etablierte Blockbuster bestehen müssen. Supergirl stellt einen entscheidenden Test für Gunns neues DC-Universum dar, das nach Jahren uneinheitlichen Erzählens unter der vorherigen Führung das Vertrauen des Publikums zurückgewinnen will. Die Fähigkeit des Films, über die Comic-Fangemeinde hinaus ein breites Publikum anzusprechen, dürfte letztlich darüber entscheiden, ob er langfristige Rentabilität erreicht.
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