Ein internationales Team unter Führung der australischen Universität Queensland hat 2.884 wahrscheinliche Supernovae vom Typ Ia zusammengeführt, um mögliche Veränderungen der Dunklen Energie zu prüfen. Am 22. Oktober 2026 erschienen neue Berichte darüber; die Forschungsarbeiten stehen bereits seit September auf arXiv. Die Ergebnisse deuten auf eine mögliche Abweichung von konstanter Dunkler Energie hin, belegen aber keine Entdeckung.
Die Sammlung Unite verbindet Pantheon+-Beobachtungen mit der Fünfjahresstichprobe des Dark Energy Survey. Diese Sternexplosionen ermöglichen Entfernungsmessungen und die Rekonstruktion der kosmischen Expansion. Ryan Camilleri und sein Team vereinheitlichten Modelle, Auswahl und Korrekturen von Verzerrungen, damit Messungen verschiedener Durchmusterungen innerhalb eines gemeinsamen Rahmens vergleichbar sind.
Die Autoren berichten über Spannungen, wenn sie Supernovae und die Galaxienverteilung mit der Hintergrundstrahlung des frühen Universums unter einer konstanten Zustandsgleichung der Dunklen Energie kombinieren. Eine zeitliche Veränderung verringert die Abweichung. Häufigkeitsbasierte Tests ergeben eine Präferenz von etwa 3,1 bis 3,3 Standardabweichungen; die bayessche Analyse liefert jedoch nur schwache Unterstützung für veränderliche Dunkle Energie.
Eine Begleitstudie unter Führung von Jaemyoung Lee untersucht eine zentrale Unsicherheit: die Massen der Wirtsgalaxien. Das Team bestimmte die Sternmassen für über 98 Prozent der Stichprobe einheitlich neu. Da die korrigierte Supernova-Helligkeit mit der Masse ihrer Wirtsgalaxie zusammenhängt, können unterschiedliche Schätzungen kosmologische Schlüsse verschieben. Deshalb ist die Berücksichtigung systematischer Effekte entscheidend.
Die arXiv-Einträge nennen Einreichungen bei Fachzeitschriften, keine bestätigten begutachteten Veröffentlichungen. Die Autoren planen, die Analyseprodukte nach der Annahme freizugeben. Weitere Beobachtungen, darunter nahe Supernovae aus dem DEBASS-Programm, sollen die Sammlung ergänzen. Ob Dunkle Energie tatsächlich veränderlich ist, bleibt offen; die Ergebnisse präzisieren einen Test des kosmologischen Standardmodells.
Kommentare