Das Toronto International Film Festival veröffentlichte am Dienstag, dem 11. August, seinen vollständigen Vorführplan für 2026 und ergänzte das Programm der 51. Ausgabe um elf Langfilme. Die späten Neuzugänge erweitern eine Auswahl mit großen Premieren, internationalen Filmschaffenden und einem neuen Branchenmarkt. Zugleich erhalten Besucher damit Zeiten und Spielorte, um ihren Aufenthalt beim September-Festival in Toronto zu planen.
Die zusätzlichen Titel stammen aus Kanada, den Vereinigten Staaten, Europa, China und der Türkei. Zu den Weltpremieren zählen Closing Night unter der Regie von Cody Fern, die Dokumentation über den Rush-Schlagzeuger Neil Peart: No One’s Disciple von Scot McFadyen und Sam Dunn sowie Peter Ho-Sun Chans The Road Not Taken. Bai Xues It’s My Time kommt als nordamerikanische Premiere in das Gala-Programm.
Zu den neuen Special Presentations gehören außerdem Stéphane Brizés A Good Little Soldier, Nanni Morettis It Will Happen Tonight, The Idiot(s) von Małgorzata Szumowska und Michał Englert, Guy Nattivs The Liberation sowie Bahman Ghobadis Trees are Watching. Werner Herzogs Bucking Fastard mit Kate Mara, Rooney Mara, Orlando Bloom und Domhnall Gleeson ist nach dem geplanten Wettbewerbseinsatz bei den Filmfestspielen von Venedig als kanadische Premiere angesetzt.
TIFF hatte zuvor den 11. August als Onlinetermin für den vollständigen Plan genannt, nachdem das Festival sein Programm im Juli und Anfang August schrittweise vorgestellt hatte. Nach Angaben des Festivals und der Associated Press läuft die Veranstaltung vom 10. bis 20. September. Siân Heders Being Heumann mit Ruth Madeley als Behindertenrechtsaktivistin Judith Heumann eröffnet das Festival; zur größeren Auswahl zählen auch neue Arbeiten von Chris Rock und Peter Farrelly.
Mit der Veröffentlichung wechselt das Festival von der Vorstellung der Auswahl zur konkreten Publikumsplanung. Der Plan zeigt, wie die neuen Filme in Gala und Special Presentations eingeordnet sind, und kennzeichnet Welt-, internationale, nordamerikanische und kanadische Premieren. Diese Einstufungen sind für Filmschaffende, Verleiher und Zuschauer bedeutsam, weil Toronto auf Venedig und Telluride folgt und als wichtiger Startplatz für Herbstveröffentlichungen gilt.
Der Einzelkartenverkauf für Mitglieder soll am 21. August beginnen; danach folgt der öffentliche Zugang über das TIFF-Ticketsystem. Bis zur Eröffnung bleiben betriebliche Änderungen an einzelnen Vorführungen möglich, daher verweist das Festival auf seinen offiziellen Onlineplan. Als Nächstes reisen Filmschaffende und Besetzungen nach Toronto, bevor Vorführungen und Branchenveranstaltungen beginnen und am letzten Festivaltag die Preise bekannt gegeben werden.
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