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Rund 80 Staaten fordern bei UN Öffnung der Straße von Hormus

Veröffentlicht am 24. September 2026 8 Aufrufe

Rund 80 Staaten forderten am Donnerstag, dem 24. September, die rasche Wiederöffnung der Straße von Hormus. Bahrains Außenminister Abdullatif bin Rashid Al Zayani trug die gemeinsame Erklärung bei den Vereinten Nationen vor. Die Unterzeichner erklärten, Einschränkungen und Angriffe an der Meerenge gefährdeten die internationale Schifffahrt, die Energiesicherheit und den Handel. Nach Berichten von Reuters und dem Schifffahrtsmedium gCaptain verlangen sie eine sichere Durchfahrt ohne Gebühren oder zusätzliche Bedingungen.

Die Erklärung fiel in die jährliche Zusammenkunft der Staats- und Regierungschefs in New York. Der Seeweg zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman bleibt durch den Konflikt mit Beteiligung Irans, der Vereinigten Staaten und Israels stark beeinträchtigt. Hormus ist ein wichtiger Ausgang für Öl- und Gasexporte aus der Golfregion. Der Streit über den Zugang betrifft daher auch Länder außerhalb des unmittelbaren Kriegsgebiets.

Al Zayanis Text wirft Iran vor, Rechte und Freiheiten der Schifffahrt in der Meerenge zu bedrohen. Er verurteilt außerdem erneute Kämpfe der Huthi im Jemen, Angriffe auf Saudi-Arabien sowie Attacken auf Schiffe im Roten Meer. Ein Vormarsch der Huthi in Richtung der Meerenge Bab al-Mandab würde nach Ansicht der Unterzeichner die Gefahren auf einem zweiten bedeutenden Handelsweg erhöhen. Diese Vorwürfe geben die Position der beteiligten Staaten wieder.

Zu der Gruppe gehören arabische Golfstaaten und wichtige westliche Mächte, berichtete Reuters. Laut gCaptain bekräftigten die Unterzeichner auch ihre Unterstützung für eine Resolution des UN-Sicherheitsrats vom März. Diese verurteilte Angriffe auf Golfstaaten und Behinderungen der Schifffahrt. Der neue Aufruf verlangt freie Passage für alle Schiffe und hebt die Sicherheit der Besatzungen hervor, die trotz der Gefahren weiterhin in der Region arbeiten.

Iran und die Huthi bezeichnen ihr Vorgehen nach Angaben von Reuters als defensiv. Ein iranischer Regierungsvertreter sagte der Nachrichtenagentur Anfang der Woche, Teheran könne Hormus binnen sieben Tagen wieder öffnen, falls die USA ihren militärischen Druck verringerten und die Blockade iranischer Häfen aufhöben. Aus dem bedingten Vorschlag ist bislang keine bestätigte Öffnung entstanden. Die Erklärung vom Donnerstag ist somit eine diplomatische Forderung, keine Einigung der Konfliktparteien.

Störungen an Hormus und im Roten Meer können Frachtverkehr, Versicherungen und Energieversorgung belasten. UN-Handel und Entwicklung erklärte bei einer Sitzung des Sicherheitsrats am 17. September, dass Ausfälle an maritimen Engstellen Transportkosten, Lebensmittelpreise und Haushaltsbudgets beeinflussen können. Die Unterzeichner wollen nach eigenen Angaben mit Schifffahrtsorganisationen und regionalen Partnern weiterarbeiten, bis die Sicherheitslage normalen Verkehr erlaubt.

Quellen: Reuters, Euronews, gCaptain, UN Trade and Development

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