Die Unterhaltungsbranche trauert um den gewaltsamen Tod des erfahrenen Schauspielers James Handy, der am Mittwochmorgen vor einem Haus im Stadtteil Tarzana in Los Angeles tödlich niedergestochen worden ist. Handy, 81 Jahre alt, hatte sich über Jahrzehnte in Hollywood eine beeindruckende Karriere mit unvergesslichen Auftritten in Filmen und Fernsehsendungen aufgebaut, die zu festen Bestandteilen der amerikanischen Popkultur geworden sind. Die Polizei reagierte auf einen Notruf gegen 9:30 Uhr morgens und fand den Schauspieler bewusstlos im Vorgarten mit einer Stichwunde in der Brust vor. Rettungskräfte, die Augenblicke später eintrafen, stellten seinen Tod am Einsatzort fest.
Als Tatverdächtiger gilt Michael Gledhill, 44 Jahre alt, der Sohn von Handys langjähriger Lebensgefährtin Wendy Gledhill, 76. Laut Angaben der Strafverfolgungsbehörden stellte sich der Anrufer des Notrufs als der Sohn des Mannes vor und machte eine verstörende Aussage, in der er erklärte, er habe den Mann der Sünde getötet. Die am Tatort eintreffenden Beamten fanden Gledhill noch vor Ort und nahmen ihn widerstandslos fest. Er ist in das Van Nuys Gefängnis gebracht und dort wegen Mordverdachts registriert worden.
James Handy hinterlässt ein reichhaltiges und vielfältiges Werk, das mehrere Generationen von Kinobesuchern berührt hat. Er trat in dem Blockbuster Top Gun: Maverick an der Seite von Tom Cruise auf und verlieh seiner Nebenrolle in der Fortsetzung von 2022, die weltweit über 1,4 Milliarden Dollar einspielte, besondere Ernsthaftigkeit. Seine Darstellung in dem beliebten Familienabenteuer Jumanji bleibt beim Publikum, das mit dem Klassiker von 1995 aufgewachsen ist, in bester Erinnerung. Über diese prominenten Rollen hinaus sammelte Handy Dutzende von Engagements in Film und Fernsehen über eine Karriere hinweg, die in den 1970er Jahren ihren Anfang nahm.
Die Umstände der tödlichen Messerattacke sind Gegenstand aktiver Ermittlungen durch das Los Angeles Police Department. Kriminalbeamte der Mordkommission des Valley Bureau sind dem Fall zugewiesen und arbeiten daran, einen vollständigen Zeitablauf der Ereignisse zu erstellen, die zu der tödlichen Auseinandersetzung geführt haben. Nachbarn in der ruhigen Wohngegend von Tarzana zeigten sich erschüttert über die Gewalttat und beschrieben das Viertel als friedlich und als einen Ort, an dem solche Vorfälle einfach nicht vorkommen.
Die Unterhaltungsindustrie hat mit einer Welle der Trauer und Würdigungen reagiert. Kollegen, die im Laufe der Jahre mit Handy zusammengearbeitet haben, beschrieben ihn als vollendeten Profi und großzügigen Szenenpartner, der jedes Projekt bereicherte, an dem er mitwirkte. Seine Fähigkeit, sich mühelos zwischen dramatischen und komödiantischen Rollen zu bewegen, machte ihn zu einem gefragten Charakterdarsteller in einer Branche, die Künstler ohne Streben nach Rampenlicht oft übersieht.
Gledhill befindet sich ohne Kautionsmöglichkeit in Haft und wartet auf seine Anklageverlesung, die voraussichtlich innerhalb der nächsten 48 Stunden stattfindet. Die Staatsanwaltschaft prüft die von den Ermittlern zusammengetragenen Beweise, bevor sie eine endgültige Entscheidung über die formellen Anklagepunkte trifft. Bei einer Verurteilung wegen Mordes droht Gledhill eine Strafe von 25 Jahren bis lebenslänglich in einem Staatsgefängnis. Das Motiv hinter dem Angriff ist bisher nicht öffentlich bekannt gegeben worden, obwohl die Ermittler angedeutet haben, dass sie mehrere mögliche Faktoren untersuchen.
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