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Amerikanischer Arzt nach positivem Ebola-Test im Kongo nach Deutschland evakuiert, WHO erklärt Notlage

Veröffentlicht am 19. Mai 2026 712 Aufrufe

Ein amerikanischer medizinischer Missionar ist nach Deutschland evakuiert, nachdem er bei seiner Arbeit in einem Krankenhaus in der Demokratischen Republik Kongo positiv auf das Bundibugyo-Ebolavirus getestet worden ist. Zeitgleich hat die Weltgesundheitsorganisation den laufenden Ausbruch zur gesundheitlichen Notlage internationaler Tragweite erklärt. Dr. Peter Stafford infizierte sich bei einem chirurgischen Eingriff am Nyankunde-Krankenhaus in Bunia, einer Stadt im Osten des Kongo, wo er seit 2023 tätig ist.

Die Missionsorganisation Serge bestätigte, dass Stafford sicher in ein spezialisiertes Behandlungszentrum für Infektionskrankheiten in Deutschland überführt ist. Deutschland besitzt hochmoderne Isolierstationen, die bereits bei früheren Ausbrüchen Ebola-Patienten behandelt haben und einige der strengsten Biosicherheitsprotokolle weltweit unterhalten. Stafford erhält derzeit intensive medizinische Versorgung, sein genauer Gesundheitszustand ist jedoch nicht öffentlich bekannt gegeben.

Staffords Ehefrau Rebekah, die ebenfalls für Serge arbeitet, befindet sich unter Symptombeobachtung und in Isolation mit ihren vier kleinen Kindern. Ein Kollege, Dr. Patrick LaRochelle, befindet sich ebenfalls vorsorglich in Isolation und unter Beobachtung. Die US-Seuchenschutzbehörde CDC hat verstärkte Reise-Screening-Maßnahmen für Passagiere aus betroffenen Regionen Zentralafrikas eingeführt.

Der Ausbruch, verursacht durch den Bundibugyo-Stamm des Ebola-Virus, hat mindestens 131 Menschen in der Demokratischen Republik Kongo das Leben gekostet und die WHO am Sonntag zur Ausrufung einer globalen Gesundheitsnotlage veranlasst. Die Bundibugyo-Variante bereitet besondere Sorgen, da derzeit kein zugelassener Impfstoff und keine spezifische antivirale Behandlung verfügbar sind — anders als beim bekannteren Zaire-Stamm, gegen den wirksame Impfstoffe eingesetzt werden. Gesundheitsbehörden haben über 500 bestätigte und verdächtige Fälle registriert.

Experten für öffentliche Gesundheit warnen, dass die Ausbreitung des Virus in einer konfliktbetroffenen Region mit begrenzter Gesundheitsinfrastruktur und das Fehlen eines gezielten Impfstoffs diesen Ausbruch besonders gefährlich machen. Internationale Hilfsorganisationen verstärken ihren Einsatz und entsenden zusätzliches medizinisches Personal und Material in die betroffenen Gebiete im Osten des Kongo.

Quellen: CBS News, CIDRAP, Newsweek, Christianity Today, IBTimes, Medscape, Serge

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