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AP-Analyse zeigt große Lücke beim Hochwasserschutz in den USA

Veröffentlicht am 30. September 2026 0 Aufrufe

Eine am 29. September veröffentlichte Analyse der Associated Press zeigt eine große Lücke beim Hochwasserschutz in den USA: Bundespolicen decken nur 2,4 % der Immobilien ab, während 8,4 % einem schweren oder extremen Flutrisiko ausgesetzt sind. Die Untersuchung verglich staatliche Versicherungsdaten mit Risikodaten und wirft die Frage auf, wie Haushalte Schäden bewältigen sollen, wenn der Klimawandel Starkregen und andere Flutgefahren verstärkt.

Der Kongress gründete 1968 das nationale Hochwasserversicherungsprogramm; die Katastrophenschutzbehörde FEMA verwaltet es. Gewöhnliche Wohngebäudeversicherungen decken Überschwemmungen nicht ab. Bundespolicen sind in teilnehmenden Gemeinden erhältlich. Eigentümer mit staatlich abgesicherten Hypotheken müssen sie abschließen, wenn ihre Häuser in kartierten Hochrisikogebieten liegen. Die Karten beeinflussen damit sowohl die Wahrnehmung der Gefahr als auch die Versicherungspflicht.

Der Osten Kentuckys macht die Lücke sichtbar. In dem Gebiet, das 2022 tödliche Überschwemmungen trafen, waren laut AP nur 2,1 % der Immobilien versichert, obwohl etwa 47 % ein schweres oder extremes Risiko trugen. Von den betroffenen Gebäuden lagen der Untersuchung zufolge lediglich 18 % in einer FEMA-Hochrisikozone. Die Karten erfassen Gefahren durch heftigen Regen fern großer Flüsse und Küsten teils unzureichend; auch Teile Süd-Louisianas weisen große Deckungslücken auf.

Ein weiteres Hindernis sind die Kosten. AP schätzt, dass die Zahl der Bundespolicen in fünf Jahren um etwa 500.000 sank, während eine typische Police nun rund 1.100 Dollar im Jahr kostet, etwa 90 % mehr als fünf Jahre zuvor. Mit dem Tarifmodell Risk Rating 2.0 richtet FEMA die Prämien stärker am Risiko der einzelnen Immobilie aus. Das kann die Gefahr deutlicher zeigen, doch höhere Rechnungen können Haushalte auch vom Abschluss einer Police abhalten.

FEMA erklärte gegenüber AP, strengere Bauvorschriften, bessere Raumplanung und mehr private Versicherungsangebote seien nötig. Ohne den Kongress könne die Behörde die Bezahlbarkeit nicht lösen. Auch der staatliche Rechnungshof GAO beschreibt den anhaltenden Konflikt zwischen tragbaren Prämien und stabilen Programmfinanzen. Laut GAO nahm FEMA seit 2005 rund 38,5 Milliarden Dollar beim Finanzministerium auf, um das Hochwasserversicherungsprogramm zu stützen.

GAO empfahl dem Kongress, einkommensabhängige Hilfe für Versicherte zu prüfen, die ihre Prämien nicht bezahlen können, und Schäden an wiederholt überfluteten Häusern zu verringern. Der Bericht vom März 2026 hielt fest, dass der Kongress eine solche Hilfe bis Februar nicht beschlossen hatte. FEMA entwickelt laut AP detailliertere Gefahrenkarten, doch ein Zeitplan ist nicht bekannt. Für betroffene Haushalte bleibt offen, ob der Schutz vor der nächsten Flut zugleich genau genug und bezahlbar sein wird.

Quellen: Associated Press, U.S. Government Accountability Office

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