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ASML weist US-Behauptungen zurück, dass ein verbotenes EUV-Chipwerkzeug China erreicht habe

Veröffentlicht am 20. Juni 2026 664 Aufrufe

Der niederländische Halbleiterausrüstungsriese ASML wehrt sich entschieden gegen Behauptungen der US-Regierung, wonach eine seiner fortschrittlichsten Extrem-Ultraviolett-Lithografiemaschinen unter Verletzung strenger Exportkontrollen nach China transferiert worden sein soll. Bloomberg berichtete am 19. Juni 2026, dass die Trump-Administration ASML über ihre Bedenken informiert habe, China könne eines dieser kritischen Chipfertigungswerkzeuge erlangt haben.

ASML verteilte ein internes Dokument unter der Führungsebene mit dem Titel Kein Hinweis auf ein ASML-EUV-System in China, in dem das Unternehmen versichert, dass jede weltweit eingesetzte EUV-Maschine vollständig erfasst ist und sich keine in Festlandchina befindet. Das Unternehmen betonte, dass seine EUV-Systeme nicht ohne die direkte Beteiligung von ASML-Ingenieuren verlagert oder neu installiert werden können, was einen heimlichen Transfer praktisch unmöglich macht.

Jede EUV-Lithografiemaschine stellt eines der komplexesten jemals gebauten Technologiestücke dar, mit über 100.000 Einzelkomponenten und einem Preis zwischen 150 und 400 Millionen Dollar pro Einheit. ASML hält ein vollständiges globales Monopol auf diese Maschinen, da kein anderes Unternehmen weltweit die Fähigkeit besitzt, Extrem-Ultraviolett-Lithografiesysteme auf diesem Niveau der Raffinesse herzustellen.

Die Niederlande haben seit 2019 ein Verbot von EUV-Exporten nach China verhängt, und ASML bestätigt, während des gesamten siebenjährigen Zeitraums keine einzige EUV-Maschine an chinesische Kunden geliefert zu haben. Die niederländische Regierung verschärfte die Beschränkungen in den Folgejahren weiter und dehnte das Verbot auf einige ältere Tief-Ultraviolett-Systeme von ASML aus, was die wachsende internationale Besorgnis über Chinas Halbleiterambitionen widerspiegelt.

Die Vorwürfe tauchten Berichten zufolge nach bilateralen Treffen zwischen hochrangigen ASML-Führungskräften und US-Handelsminister Howard Lutnick auf, bei denen die amerikanische Seite Geheimdienstinformationen vorlegte, die auf einen möglichen Verstoß gegen Exportkontrollen hindeuteten. Die Gespräche verdeutlichten die anhaltenden Spannungen zwischen Washington und seinen Verbündeten darüber, wie aggressiv Chinas Zugang zu modernster Chiptechnologie eingeschränkt werden soll.

ASML bezeichnete die Gerüchte als unzutreffend und potenziell schädlich für seinen Ruf als vertrauenswürdiger Partner in der globalen Halbleiter-Lieferkette. Das Unternehmen wies darauf hin, dass seine umfassenden Tracking-Systeme jede EUV-Maschine von der Herstellung über die Installation bis zur laufenden Wartung überwachen und eine vollständige Nachverfolgbarkeit gewährleisten, die jede unbefugte Verlagerung aufdecken kann.

Die Kontroverse unterstreicht die zentrale Rolle, die ASMLs Technologie im eskalierenden Technologiewettbewerb zwischen den USA und China spielt. Ohne Zugang zur EUV-Lithografie bleiben Chinas heimische Chiphersteller unfähig, die fortschrittlichsten Prozessoren herzustellen, und das Land bleibt auf ältere Fertigungstechniken angewiesen, die mehrere Generationen hinter dem neuesten Stand der Halbleiterfertigung zurückliegen.

Quellen: Bloomberg, Tom's Hardware, TechSpot, PC Gamer

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