Zurück zur Startseite Brasilien legt freiwilligen Fahrplan für den weltweiten Ausstieg aus fossiler Energie vor Umwelt

Brasilien legt freiwilligen Fahrplan für den weltweiten Ausstieg aus fossiler Energie vor

Veröffentlicht am 4. November 2026 0 Aufrufe

Brasiliens COP30-Präsidentschaft hat am 3. November einen globalen Fahrplan veröffentlicht, der Ländern helfen soll, ihre Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. Die Veröffentlichung erfolgt vor der COP31 in Antalya in der Türkei. Laut Präsidentschaft stellten André Corrêa do Lago und Geschäftsführerin Ana Toni ihn in Brasília zusammen mit einem Plan vor, Entwaldung und Waldschädigung bis 2030 zu stoppen und umzukehren.

Die Dokumente enthalten freiwillige Vorschläge, keine ausgehandelten internationalen Verpflichtungen. AFP zufolge versprach Brasilien den Fahrplan, nachdem der Gipfel 2025 in Belém ohne ausdrückliche Erwähnung fossiler Brennstoffe im Schlussabkommen endete. Die Initiative baut auf der 2023 bei der COP28 in Dubai vereinbarten Abkehr von fossilen Energieträgern auf.

Der Belém-Ansatz zur Übergangsbereitschaft fordert Länder auf, ihre fossile Abhängigkeit und ihre Veränderungsfähigkeit bei Energienachfrage, Versorgung und Gesamtwirtschaft zu bewerten. Die Konsultation erhielt 267 Beiträge, darunter 21 von Vertragsparteien oder Gruppen, die 115 Vertragsparteien vertraten. Unterschiedliche nationale Verhältnisse erfordern laut Präsidentschaft unterschiedliche Wege.

Laut Climate Home News regt das gemeinsame Programm nationale Übergangspläne bis 2028 an, gefolgt vom Schwerpunkt auf sauberen Energiesystemen 2029–2030 und Produktionsanpassungen 2031–2033. Eine verbindliche Frist für das Ende fossiler Förderung fehlt. Frühe Schritte umfassen Subventionsreformen und Maßnahmen gegen Methanlecks. Die Präsidentschaft betont, Angebot und Nachfrage müssten abgestimmt sinken, um Engpässe und Preisschwankungen zu vermeiden.

Der Zeitplan stößt auch auf Bedenken. Laut Climate Home News begrüßte Romain Ioualalen von Oil Change International den Entwurf, warnte aber vor einem chaotischen Übergang, falls Förderkürzungen bis in die 2030er Jahre warten. Die Präsidentschaft erklärt, der Wandel müsse Beschäftigte und Gemeinschaften schützen, bezahlbare Energie sichern und Entwicklung fördern. Länder sollen dafür passende Maßnahmen wählen.

Laut AFP kündigte Toni eine Diskussion über den Fahrplan am 10. November in Antalya an. Brasilianische Verantwortliche betonten jedoch, er sei ein Aufruf zum Handeln und kein Verhandlungstext für die COP31. Die Präsidentschaft lädt künftige Gipfelleitungen ein, die Zusammenarbeit fortzuführen und die Umsetzung zu überprüfen. Als nächster Schritt steht die Übertragung der Vorschläge in nationale Politik und Investitionen an.

Quellen: COP30 Presidency: https://cop30.br/en/news-about-cop30/cop30-presidency-launches-international-roadmaps ; COP30 roadmap: https://cop30.br/en/2026-priorities/transitioning-away-from-fossil-fuels-roadmap ; AFP: https://origin-zh9p7m-www.afp.com/en/ahead-cop31-brazil-offers-global-fossil-fuel-exit-plan ; Climate Home News: https://www.climatechangenews.com/2026/11/03/brazils-fossil-fuel-roadmap-sketches-out-first-global-timetable/

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