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Eaton-Brand: Studie schätzt stark erhöhte Bleibelastung für Millionen Menschen

Veröffentlicht am 29. Oktober 2026 0 Aufrufe

Fast 7 Millionen Menschen im Großraum Los Angeles waren nach Schätzungen von Caltech beim stärksten Gebäudebrand während des Eaton-Feuers im Januar 2025 möglicherweise über 24 Stunden Bleikonzentrationen von etwa dem 80-Fachen üblicher Werte ausgesetzt. Die am 28. Oktober 2026 in Science Advances veröffentlichte Studie untersucht die Schadstoffbelastung, ohne gesundheitliche Folgen für diese Menschen nachzuweisen.

Das Team verglich die Rauchwolke mit dem Airport-Feuer vom September 2024, das im Bezirk Riverside überwiegend Vegetation verbrannte. Laut Caltech enthielt der städtische Rauch über 50-mal so viel Blei, siebenmal so viel Chlor und Brom und dreimal so viel Arsen. Diese Angaben vergleichen die Raucharten; der Faktor 80 bezieht sich auf übliche Hintergrundwerte für Blei.

Vier Geräte einer ASCENT-Messstation in Pico Rivera, rund 18 Kilometer südlich von Altadena, erfassten kontinuierlich Partikel. Laut Caltech erkannten sie schnelle Veränderungen, die regelmäßige Filterproben mit späterer Auswertung übersehen können. Die Messungen verfolgten die Wolke, als das Feuer aus bebauten Gebieten in die Berge zog.

Hauptautorin Haroula Baliaka erklärte, die Ergebnisse könnten Modelle für Rauchbelastungen außerhalb der Brandfläche verbessern. Mit wachsender Entfernung zu Gebäuden ähnelte der Rauch stärker einem Vegetationsbrand. Das Team warnt, dass Altadenas ältere Gebäude das starke Bleisignal erklären könnten. Deshalb lässt es sich nur begrenzt auf andere Stadtbrände übertragen.

Laut Caltech sind die gesundheitlichen Folgen kurzer Belastungen durch so hohe Konzentrationen mehrerer Giftstoffe weiterhin unklar. Die Untersuchung schätzt eine Umweltbelastung und zählt keine diagnostizierten Bleivergiftungen. Associated Press berichtete ebenfalls am 28. Oktober über die Ergebnisse und betonte die andere chemische Zusammensetzung des Rauchs brennender städtischer Materialien.

Die Forscher möchten die Beobachtungen in Schadstoffprognosen für Brandeinsätze einbeziehen. Nga Lee Ng von Caltech forderte zudem mehr kontinuierliche Messungen von Menge und Zusammensetzung der Luftpartikel. Bessere Daten könnten Einsatzkräften helfen, während eines Feuers die Atemluft der Bevölkerung in Windrichtung zu beurteilen.

Quellen: Caltech: https://www.caltech.edu/about/news/chemical-data-collected-from-the-eaton-fire-plume-help-characterize-urban-fires ; Caltech via Phys.org: https://phys.org/news/2026-10-eaton-exposed-million-people-elevated.html ; Associated Press: https://apnews.com/article/b1d86fbb096940500a4c04c5d5bf82dd

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