Überschwemmungen im Südwesten der USA haben Abwasseranlagen beschädigt und Abwasser in den San Juan geleitet, erklärten Behörden am 25. Oktober. Associated Press berichtete über anhaltende Evakuierungen bei Farmington in New Mexico und Kontrollen auf Gefahren in Wohnvierteln. Weitere Regenfälle bedrohten Teile der Four Corners, wo Arizona, Colorado, New Mexico und Utah zusammentreffen.
In Shiprock im Gebiet der Navajo Nation führten Schäden an Abwasseranlagen und Sammelbecken zu Einleitungen, erklärte der örtliche Versorgungsleiter Wilfred Franklin Jr. gegenüber AP. Die Menge blieb am Sonntag unbekannt. Behörden warnten vor möglichen Chemikalien und ungeklärtem Abwasser im Hochwasser sowie vor beschädigten Gasleitungen und herabgestürzten Stromleitungen.
Devin Neeley, Sprecher des San Juan County, erklärte AP, bestätigte Angaben zu beschädigten Häusern und Evakuierten fehlten; Todesfälle im County seien nicht bekannt. Viele Menschen blieben fern ihrer Wohnungen, Hunderte ohne Strom. Einsatzkräfte prüften Häuser vor einer Rückkehr. Diese Kontrollen könnten Tage dauern.
Der nationale Wetterdienst gab am 25. Oktober weiter Hochwasserwarnungen heraus. Sein Bericht für Shiprock meldete geringfügige Überschwemmungen und erwartete sinkende Pegel, verwies jedoch auf fehlende aktuelle Beobachtungen. Eine weitere Vorwarnung betraf zusätzlichen Regen auf durchnässten Böden im Osten von New Mexico. Sinkende Flusspegel bedeuteten daher kein Ende sämtlicher örtlicher Gefahren.
Laut einer vom örtlichen Sender KSJE verbreiteten Erklärung von Gouverneurin Michelle Lujan Grisham kamen Freitag und Samstag rund 58 Angehörige der Nationalgarde ins County. Rettungskräfte nutzten Boote und Hubschrauber. Am Samstag beantragte die Gouverneurin eine Notstandserklärung des Bundes für vier Countys und fünf indigene Gemeinschaften, um Trümmerbeseitigung und dringende Schutzmaßnahmen zu unterstützen.
Die Gouverneurin und Generalmajor Miguel Aguilar sollten laut Erklärung am Montag, dem 26. Oktober, das County besuchen, Schäden prüfen und Helfer sowie Familien treffen. Die Schadenserfassung lief noch. Vorrang hatten das Erkennen von Gefahren, Hilfe für vertriebene Haushalte und die Prüfung, wann evakuierte Gebiete wieder sicher zugänglich wären.
Kommentare