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Kanadisches Startup Wafr Technologies sammelt 100 Millionen Dollar für wassereffiziente KI-Rechenzentrumskühlung

Veröffentlicht am 7. Juli 2026 662 Aufrufe

Wafr Technologies, ein 2025 gegründetes Startup aus Vancouver, hat 100 Millionen Dollar von privaten Investoren eingesammelt, um seine proprietäre Kühltechnologie zu kommerzialisieren, die den Wasser- und Energieverbrauch in Rechenzentren für künstliche Intelligenz drastisch reduzieren soll. Das Unternehmen gab die Finanzierung als Teil einer umfassenderen Fundraising-Kampagne über 300 Millionen Dollar bekannt, mit dem Ziel, weitere 200 Millionen Dollar aus staatlichen Quellen und von privaten Geldgebern so schnell wie möglich zu sichern.

Die zentrale Innovation des Startups ist ein thermisches Batteriesystem, das Kühlkapazität speichert, wenn der Netzstrom günstig ist, und sie bei Spitzenbedarfszeiten wieder abgibt. Nach Angaben des Unternehmens kann die Technologie den Wasserverbrauch um bis zu 95 Prozent und den Energieverbrauch für die Kühlung um bis zu 80 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Verdunstungskühlsystemen senken. Ein einzelnes 100-Megawatt-KI-Rechenzentrum in den Vereinigten Staaten verbraucht derzeit etwa zwei Millionen Liter Wasser pro Tag, was dem Wasserverbrauch von rund 6.500 Haushalten entspricht.

Die Kühlung hat sich als einer der kritischsten Infrastrukturengpässe im globalen KI-Wettlauf herausgestellt. Traditionelle Rechenzentren verwenden 30 bis 45 Prozent ihrer gesamten Stromlast allein für die Kühlung, und die rasche Ausweitung von KI-Arbeitslasten verschärft diese Belastung. Der Umweltbericht 2026 von Google zeigte, dass der Stromverbrauch des Unternehmens im Jahr 2025 um 37 Prozent gestiegen ist, der größte jährliche Anstieg in der Unternehmensgeschichte, vor allem angetrieben durch den Ausbau der KI-Infrastruktur.

Wafr plant, das neu eingesammelte Kapital für den Aufbau eines KI-Forschungslabors, die Errichtung einer neuen Rechenzentrumsanlage in Kanada und die Einstellung Dutzender technischer Fachkräfte im ganzen Land in den kommenden Monaten einzusetzen. Das Unternehmen hat außerdem Absichtserklärungen mit internationalen Partnern unterzeichnet, die am Bau von KI-Rechenzentren beteiligt sind, wobei die Vereinigten Staaten und europäische Märkte einschließlich Deutschlands als vorrangige Expansionszonen gelten.

Die Finanzierung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die KI-Branche mit den Umweltfolgen ihres rasanten Wachstums ringt. Herkömmliche Kühlsysteme für Rechenzentren basieren stark auf Verdunstungsprozessen, die enorme Mengen an Süßwasser verbrauchen und die lokale Wasserversorgung in Regionen belasten, die bereits unter Knappheit leiden. Der Ansatz von Wafr adressiert sowohl die Wasser- als auch die Energiedimension des Problems und bietet eine Lösung, die Rechenzentrumsbetreibern helfen könnte, Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und gleichzeitig steigende Wärmedichten durch KI-Chips der nächsten Generation zu bewältigen.

Branchenanalysten betonen, dass der Markt für Rechenzentrumskühlung vor einem erheblichen Wachstum steht, da die globalen Investitionen in KI-Infrastruktur zunehmen. Der Wettlauf um ausreichende Rechenkapazitäten für große Sprachmodelle und KI-Anwendungen hat eine enorme Nachfrage nach Kühllösungen geschaffen, die Leistungsdichten bewältigen können, die weit über denen herkömmlicher Cloud-Computing-Arbeitslasten liegen.

Quellen: Grit Daily News, DataCenterDynamics, Techcouver, Yahoo Finance Canada, Canada Newswire, Android Headlines

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