Borussia Dortmund kam von hinten zurück und sicherte sich am Sonntag im Signal Iduna Park einen dramatischen 3:2-Sieg gegen Schlusslicht Heidenheim und verkürzte den Abstand zu Bundesliga-Spitzenreiter Bayern München auf sechs Punkte, nachdem die Meister am Vortag gegen Hamburg unentschieden gespielt hatten. Niko Kovačs Mannschaft brauchte 98 Minuten packende Action, bevor sie ihre hartnäckigen Gegner schließlich bezwang.
Dortmund geriet in Rückstand, nachdem Heidenheim durch einen gut herausgespielten Treffer früh schockierend in Führung gegangen war. Die Gäste bauten ihren Vorsprung durch einen Doppelpack von Niehues aus, wobei der Österreicher sein Double vollendete, nachdem Arijon Ibrahimović im Spielaufbau drei Dortmunder Spieler ausgespielt und seinen Teamkollegen am Strafraum gefunden hatte. Der Schuss des Stürmers wurde leicht von Daniel Svensson abgefälscht, bevor er im Netz landete.
Der Druck der Hausherren zahlte sich schließlich aus, als Niklas Dorsch für ein Handspiel bei Yan Coutos Flanke im Strafraum bestraft wurde. Serhou Guirassy trat zum Elfmeter an und schoss auf Torwart Ramaj, der eine starke Hand an den Ball bekam, aber nicht verhindern konnte, dass er ins Netz ging. Das Tor war die Rettungsleine, die Dortmund dringend brauchte.
Kovač hatte im Vergleich zur Mannschaft, die am Mittwochabend in der Champions League 0:2 gegen Inter Mailand verloren hatte, fünf Änderungen vorgenommen und insbesondere Karim Adeyemi und Julian Brandt in den Sturm zurückgeholt. Die taktischen Anpassungen zahlten sich schließlich aus, als Dortmund seinen Rhythmus fand und anhaltenden Druck auf die Heidenheimer Abwehr ausübte.
Der Comeback-Sieg erwies sich als entscheidend im Kontext des Titelkampfs, nachdem Bayern München nur 24 Stunden zuvor beim 2:2 gegen Hamburg Punkte abgegeben hatte. Dortmund liegt nun auf dem zweiten Platz der Bundesliga-Tabelle, und obwohl die Meister weiterhin Favoriten sind, ist der Abstand mit wichtigen Spielen in der Zukunft nicht mehr unüberwindbar.
Für Heidenheim wird die Niederlage am Ende der Saison ein Grund zum Bedauern sein. Nachdem sie zweimal gegen einen der größten deutschen Klubs geführt hatten, konnte Frank Schmidts Mannschaft nicht halten, was drei wertvolle Punkte im Abstiegskampf gewesen wären. Sie bleiben am Tabellenende verankert, und das Überleben wird zunehmend schwieriger.
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