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Dow Jones verliert 557 Punkte während Ölpreise über 114 Dollar je Barrel steigen

Veröffentlicht am 5. Mai 2026 682 Aufrufe

Die Wall Street hat am Montag eine schmerzhafte Sitzung erlebt, da steigende Rohölpreise die Anleger verunsicherten und den Dow Jones Industrial Average um 557 Punkte nach unten zogen, was einem Rückgang von 1,13 Prozent auf 48.941 Punkte entspricht. Der S&P 500 fiel um 0,41 Prozent auf 7.200 Punkte, während der Nasdaq Composite um 0,19 Prozent auf 25.067 Punkte nachgab. Der Ausverkauf folgte auf einen Brand in der Ölspeicheranlage von Fujairah in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Das Rohöl der Sorte West Texas Intermediate stieg um 4,39 Prozent auf 106,42 Dollar je Barrel, während Brent-Rohöl noch dramatischer um 5,8 Prozent auf 114,44 Dollar zulegte. Der sprunghafte Anstieg der Ölpreise hat die Befürchtungen über eine anhaltende Inflation und deren mögliche Auswirkungen auf die Verbraucherausgaben und die Unternehmensmargen erneut angefacht.

Die Benzinpreise an den Tankstellen sind bereits auf einen landesweiten Durchschnitt von 4,46 Dollar pro Gallone gestiegen, und Branchenexperten warnen, dass die 5-Dollar-Marke erreicht werden könnte, falls die geopolitischen Spannungen in der Golfregion weiter zunehmen. Die Transport- und Luftfahrtsektoren gehörten zu den am stärksten betroffenen Branchen dieser Handelssitzung.

Trotz des deutlichen Rückgangs wiesen Marktbeobachter darauf hin, dass der übergeordnete Trend weiterhin konstruktiv bleibt. Der S&P 500 verzeichnete im April seine beste Monatsperformance seit November 2020 mit einem Gewinn von rund 10 Prozent und sieben neuen Rekordständen im Laufe des Monats. Strategen von Goldman Sachs betonten, dass dieser Rücksetzer eine normale Gewinnmitnahme nach einer außergewöhnlichen Rally darstellt.

Alle Blicke richten sich nun auf Advanced Micro Devices, das heute nach Börsenschluss seine Quartalsergebnisse veröffentlicht. Der Konsens erwartet einen Gewinn pro Aktie von 1,29 Dollar, was einer robusten Steigerung von 34,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Umsatzerwartungen liegen bei 9,89 Milliarden Dollar, angetrieben durch die starke Nachfrage nach Rechenzentumsprozessoren und Beschleunigern für künstliche Intelligenz.

Der Energiesektor bleibt der herausragende Performer in dieser Berichtssaison mit einem aggregierten Gewinnwachstum pro Aktie von etwa 40 Prozent im Jahresvergleich. Diese Stärke hat ein Gegengewicht zur Schwäche in zinssensitiven Sektoren wie Immobilien und Versorgungsunternehmen geschaffen.

Quellen: CNBC, CNN Business, Goldman Sachs, Motley Fool

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