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Ebola-Ausbruch im Kongo überschreitet 8.000 bestätigte Fälle

Veröffentlicht am 29. September 2026 10 Aufrufe

Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo hat mehr als 8.000 bestätigte Fälle erreicht. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden, über die am Montag, dem 28. September, berichtet worden ist, starben 3.901 Menschen. Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) erfasste 8.067 bestätigte Fälle auf Grundlage von Daten bis zum 26. September. Der Ausbruch betrifft 63 Gesundheitszonen in sieben Provinzen und ist der größte in der Geschichte des Landes.

Die Epidemie begann im Mai und geht auf das Bundibugyo-Virus zurück. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt es derzeit weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung für diese Ebola-Form. Frühe Erkennung, Isolierung, unterstützende Versorgung, Kontaktnachverfolgung und sichere Bestattungen sind entscheidend, um die Ausbreitung einzudämmen.

Das ECDC meldete im jüngsten Bericht 78 bestätigte Fälle und 49 Todesfälle mehr als am Vortag. In der am stärksten betroffenen Provinz Ituri gab es 6.155 Fälle und 2.834 Todesfälle. Nord-Kivu verzeichnete 1.523 Fälle und 906 Todesfälle. Die Behörde zählte außerdem 2.070 Genesene sowie 773 Patienten, die in den betroffenen Gebieten isoliert behandelt werden.

Die WHO betonte in ihrer Bewertung vom 25. September, dass sich die Lage regional unterschiedlich entwickelt. In Teilen von Ituri gingen die Fallzahlen gegenüber einem früheren Höchststand zurück; andernorts hält die Übertragung an. Konflikte, Vertreibung und ein begrenzter Zugang zu grundlegenden Diensten erschweren laut WHO die Suche nach Erkrankten, die Überwachung von Kontaktpersonen und eine rasche Behandlung.

Die gemeldeten Todesfälle entsprechen ungefähr 48 Prozent der bestätigten Fälle. Diese rohe Quote sagt nichts über den endgültigen Ausgang für alle derzeit Infizierten aus. Die WHO sieht Todesfälle außerhalb von Behandlungseinrichtungen und Verzögerungen bei der Erkennung als große Probleme. Nach ECDC-Angaben stehen 74,7 Prozent der identifizierten Kontakte in den betroffenen Provinzen unter Beobachtung; bei der Überwachung bleibt damit eine Lücke.

Die WHO stuft das Risiko im Kongo als sehr hoch und in den Nachbarländern als hoch ein, das globale Risiko hingegen als niedrig. Gesundheitsbehörden und Partner weiten Tests, Infektionsschutz und klinische Versorgung aus. Entscheidend wird sein, diese Leistungen aufrechtzuerhalten und Menschen nach einem möglichen Kontakt auch in schwer erreichbaren Gebieten zu finden.

Quellen: DR Congo Ministry of Public Health, ECDC, WHO, Reuters, Associated Press

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