Die Europa League bot am 26. Februar 2026 einen Abend voller atemberaubender Dramatik, als drei K.o.-Duelle Aufholjagden, Verlängerungen, Rote Karten und ein Elfmeterschießen hervorbrachten. Ferencvaros drehte einen Hinspiel-Rückstand in Budapest, Genk hielt dem wütenden Ansturm von Dinamo Zagreb in einem Sechs-Tore-Thriller stand, und Panathinaikos überstand eine Rote Karte sowie das Elfmeterschießen in Plzeň und zog in die nächste Runde ein. Die drei Ergebnisse unterstrichen die unberechenbare Natur des europäischen Fußballs.
In der Groupama Arena in Budapest verfolgten 17.989 Zuschauer, wie Ferencvaros mit klinischer Effizienz die 1:2-Hinspielniederlage gegen Ludogorets wettmachte. Die Ungarn schlugen früh durch Kanichowsky in der 13. Minute zu und glichen die Gesamtbilanz aus. Zachariassen brachte Ferencvaros dann in der 30. Minute im Gesamtergebnis in Führung. Trotz lediglich 39,3 Prozent Ballbesitz brachte Ferencvaros acht Schüsse aufs Tor gegenüber drei von Ludogorets, ein Beweis gnadenloser Chancenverwertung. Die Bulgaren fanden keine Antwort, und Ferencvaros sicherte sich mit einem 3:2-Gesamtergebnis den Einzug in die nächste Runde.
Die Cegeka Arena in Genk erlebte eines der chaotischsten Duelle der Europa-League-Saison, als Genk und Dinamo Zagreb ein packendes 3:3 spielten. Genk reiste mit einem komfortablen 3:1-Vorsprung aus dem Hinspiel an, doch Zagreb stürmte vom Anpfiff an auf die Belgier los. Ein Zagreber Treffer in der ersten Halbzeit verkürzte den Rückstand, und als Petar Stojkovic in der 53. Minute einen Elfmeter verwandelte, betrug der Vorsprung im Gesamtergebnis nur noch ein Tor. Stojkovic traf erneut in der 79. Minute zum 3:1 auf dem Platz und 4:4 im Gesamtergebnis, sodass die Partie in die Verlängerung ging.
Genk bewies in den zusätzlichen 30 Minuten bemerkenswerte Nervenstärke. Junya Ito stellte in der 98. Minute den Gesamtvorsprung der Belgier wieder her, und Dries Heymans besiegelte in der 114. Minute den Einzug in die nächste Runde. Stojkovic, der den ganzen Abend lang als Zagrebs Held aufgetreten war, beendete seine Nacht in Schande, als er in der 106. Minute wegen einer aggressiven Aktion die Rote Karte sah. Das Gesamtergebnis von 6:4 zugunsten Genks spiegelt kaum die wilden Wendungen wider, die dieses Duell prägten.
In Plzeň lieferten sich Viktoria Plzeň und Panathinaikos ein nervenaufreibendes Duell, das Verlängerung und Elfmeterschießen erforderte. Benjamin Tetteh brachte die griechischen Gäste in der 18. Minute in Führung, doch Jan Spacil glich in der 68. Minute für die Gastgeber aus. Beim Stand von 1:1 am Abend und 3:3 im Gesamtergebnis ging die Partie in die Verlängerung. Die Dramatik steigerte sich, als Panathinaikos-Verteidiger Chuki in der 109. Minute die Rote Karte erhielt und die Griechen den Rest der Verlängerung sowie das Elfmeterschießen in Unterzahl bestreiten mussten.
Trotz der numerischen Unterlegenheit hielt Panathinaikos mit außergewöhnlicher Entschlossenheit stand. Im Elfmeterschießen scheiterten Memic und Souare auf Seiten von Plzeň vom Punkt, während Panathinaikos die Nerven behielt und mit 4:3 im Elfmeterschießen in die nächste Runde einzog. Die drei Ergebnisse krönten einen unvergesslichen Europa-League-Abend, an dem Ferencvaros bewies, dass klinische Effizienz einen Ballbesitz-Nachteil überwinden kann, Genk die nötige Widerstandsfähigkeit gegen einen dramatischen Aufholversuch zeigte, und Panathinaikos demonstrierte, dass Kampfgeist in Unterzahl den Unterschied ausmachen kann, wenn alles auf dem Spiel steht.
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