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Frankreichs Sternennächte starten Countdown zur Sonnenfinsternis

Veröffentlicht am 7. August 2026 721 Aufrufe

Frankreich eröffnete am Freitag, dem 7. August, die 36. Ausgabe der Sternennächte und begann damit drei Abende öffentlicher Astronomie vor der Sonnenfinsternis am 12. August. Der französische Astronomieverband koordiniert das Programm und kündigt bis Sonntag fast 500 Veranstaltungen in Vereinen, Sternwarten, Planetarien und kommunalen Einrichtungen im ganzen Land an. Die Sonne bildet das zentrale Thema des Jahres.

Der Verband versteht das Programm 2026 als landesweiten Countdown zu einer in Frankreich partiellen und weiter nördlich sowie westlich totalen Finsternis. Le Monde berichtete am Freitag, dass die 1991 gegründete Initiative ehrenamtliche Astronomen mit Neulingen und erfahrenen Himmelsbeobachtern bei gut zugänglichen lokalen Treffen zusammenbringt. Die Organisatoren wollen sowohl die Sonnenphysik als auch sicheres Beobachten erklären.

Die NASA-Karte zeigt, wie der Kernschatten des Mondes am 12. August Nordrussland, Grönland, Island, den Atlantik, Spanien und einen kleinen Teil Portugals überquert. An den meisten Orten der Totalitätszone dauert die vollständige Bedeckung weniger als zwei Minuten, selbst nahe der Mittellinie weniger als zweieinhalb Minuten. Frankreich liegt außerhalb dieser Zone, doch Le Monde zufolge erreicht die Bedeckung der Sonnenscheibe in Biarritz im Südwesten bis zu 99,4 Prozent.

Die NASA betont, dass während sämtlicher partieller Phasen zertifizierte Finsternisbrillen, geeignete Sonnenfilter oder indirekte Projektion nötig sind. Gewöhnliche Sonnenbrillen reichen nicht aus. Nur während der kurzen Totalität dürfen Menschen innerhalb der totalen Zone ohne Schutz direkt hinsehen. Da Frankreich ausschließlich eine partielle Finsternis erlebt, bleibt dort der Augenschutz während des gesamten Ereignisses erforderlich.

Das Wochenende lenkt zudem den Blick auf veränderte Bedingungen für astronomische Forschung. Eine im Juli veröffentlichte ESO-Studie kam zu dem Ergebnis, dass Pläne für mehr als 1,7 Millionen Satelliten, darunter sehr helle Raumfahrzeuge, professionelle Beobachtungen stark beeinträchtigen könnten. Um den Zugang moderner Teleskope zum Nachthimmel zu schützen, sollte die Zahl laut Studie unter ungefähr 100.000 lichtschwachen Satelliten bleiben; bereits eine Spur kann ein Bild verunreinigen.

Die Veranstaltungen laufen bis zum 9. August, einige verbundene Angebote reichen weiter in den Monat hinein. Der nächste entscheidende Termin folgt am 12. August, wenn Europa, der Nordatlantik sowie Teile Nordamerikas und Afrikas den Mondschatten verfolgen. Die Organisatoren nutzen die fünf Tage, um aus einem seltenen Himmelsereignis eine praktische Lektion über Sonnenphysik, Sicherheit und den Schutz des Nachthimmels zu machen.

Quellen: Association Française d'Astronomie, NASA Science, Le Monde, European Southern Observatory

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