Hurrikan Nolo zog am Samstag, dem 26. September, südlich von Hawaii nach Westen und ersparte den Inseln einen direkten Treffer. Seine Regenbänder überfluteten jedoch Straßen auf der Big Island. Nach Angaben der Associated Press drohten weiterhin Sturzfluten, starke Winde und gefährliche Brandung. Das Nationale Hurrikanzentrum bezifferte die anhaltenden Winde in seiner Meldung vom späten Vormittag auf etwa 150 Kilometer pro Stunde beziehungsweise 90 Meilen pro Stunde.
Der Sturm hatte sich von Süden genähert, woraufhin die Behörden die Inselgruppe auf schweres Wetter vorbereiteten. Als das Zentrum abdrehte, hoben Meteorologen die Hurrikanwarnung zur Beobachtung auf. Die äußeren Regenbänder blieben dennoch gefährlich. Um 11 Uhr Ortszeit lag das Zentrum laut Hurrikanzentrum rund 260 Kilometer südlich von South Point und bewegte sich langsam westwärts.
Starker Regen traf den Süden der Big Island. Überflutungen führten laut AP zu Teilsperrungen der Hauptstraße zwischen Kailua-Kona und Hilo. Nahe Naalehu halfen Mitglieder der Nationalgarde von Hawaii einem Bewohner, ein überschwemmtes Gebiet zu verlassen. Die Behörden aktivierten mehr als 120 Gardisten auf der Insel und ungefähr 400 im gesamten Bundesstaat nach einer Notstandserklärung.
In Teilen der Big Island könnten nach den von AP genannten Prognosen bis zu 51 Zentimeter Regen fallen. Diese Menge kann vor allem an steilen Hängen Sturzfluten und Erdrutsche auslösen, selbst wenn das Zentrum nicht auf Land trifft. Die Behörden warnten außerdem vor hohen Wellen und gefährlichen Bedingungen an der Küste. Das Hurrikanzentrum riet der Bevölkerung, örtliche Wetterwarnungen zu verfolgen.
Der Einsatz trifft Gemeinden, die sich noch von Hurrikan Lala im August erholen. Laut AP riss dieser Sturm etwa 100 Häuser von ihren Fundamenten. Präsident Donald Trump genehmigte am Freitag eine Notstandserklärung des Bundes für Hawaii. Dadurch kann die Katastrophenschutzbehörde FEMA Hilfe koordinieren. Geschäfte sicherten ihre Schaufenster, und Veranstalter sagten Termine ab.
AP zufolge dürfte Nolo am späten Sonntag oder frühen Montag zu einem schweren Hurrikan erstarken und südlich der Inseln weiter nach Westen ziehen. Welche Folgen an Land eintreten, hängt vom Verlauf der Regenbänder und vom örtlichen Gelände ab. Einsatzkräfte und Bewohner achten weiter auf Überschwemmungen, Straßensperren und Stromausfälle, während sich der Sturm entfernt.
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