Romelu Lukaku erzielte in der 96. Minute den entscheidenden Siegtreffer und sicherte Napoli am Samstag einen dramatischen 2:1-Sieg über Hellas Verona am 26. Spieltag der Serie A. Das späte Tor des belgischen Stürmers hält die Titelträume der Partenopei am Leben, während Inter Mailand mit einem souveränen 2:0-Erfolg über Genua im San Siro den Druck auf die Konkurrenz aufrechterhält. Zuvor sicherte sich Como einen beeindruckenden 3:1-Sieg über Lecce und stärkte damit die eigenen Chancen auf den Klassenerhalt.
Im Stadio Diego Armando Maradona schien Napoli nach dem frühen Führungstreffer von Rasmus Højlund in der zweiten Spielminute alles unter Kontrolle zu haben. Hellas Verona zeigte jedoch bemerkenswerten Kampfgeist und glich durch Jean-Daniel Akpa Akpro in der 64. Minute aus, was die Heimfans verstummen ließ. Als die Uhr die 90. Minute überschritt, deutete alles auf ein frustrierendes Unentschieden für die Mannschaft von Antonio Conte hin, das den Scudetto-Ambitionen einen empfindlichen Schlag versetzt hätte.
Dann kam der magische Moment. Tief in der sechsten Minute der Nachspielzeit fand Lukaku Raum im Strafraum und schoss den Ball ins Netz, woraufhin das Maradona in Ekstase verfiel. Der ehemalige Stürmer von Chelsea und Inter feierte ausgelassen, während seine Mitspieler auf ihn zustürmten. Das Tor unterstrich Lukakus Ruf als Spieler, der in den größten Momenten aufblüht. Trainer Conte lobte die Mannschaft für ihren unbändigen Siegeswillen und die Weigerung, sich mit weniger als drei Punkten zufriedenzugeben.
Im San Siro lieferte Inter Mailand eine professionelle Leistung ab und besiegte Genua mit 2:0, um die Verfolgerrolle hinter den Tabellenführern beizubehalten. Federico Dimarco brach den Bann in der 31. Minute mit einem platzierten Abschluss, bevor Hakan Çalhanoglu den Vorsprung in der 70. Minute per Elfmeter ausbaute. Die Mannschaft von Simone Inzaghi dominierte den Ballbesitz über die gesamte Spielzeit und geriet gegen ein offensiv harmloses Genua kaum in Bedrängnis. Die zehnte Weiße Weste der Saison spiegelt die defensive Stabilität der Nerazzurri wider.
Den Auftakt des Nachmittags bildete Comos überzeugender 3:1-Sieg über Lecce im Sinigaglia. Lassana Coulibaly brachte Lecce in der 13. Minute in Führung, doch Como schlug eindrucksvoll zurück. Andrija Douvikas glich in der 18. Minute aus, ehe Josip Rodriguez die Gastgeber in der 36. Minute in Front brachte. Marc Kempf besiegelte den Sieg kurz vor der Halbzeitpause in der 44. Minute mit dem dritten Treffer. Das Ergebnis verschafft Como mehr Abstand zur Abstiegszone, während Lecce in eine prekäre Lage am Tabellenende gerät.
Die Ergebnisse des Samstags haben erhebliche Auswirkungen sowohl auf das Titelrennen als auch auf den Abstiegskampf in der Serie A. Napolis dramatischer Spätsieg hält die Mannschaft im Kampf um die Meisterschaft, während Inters routinierter Erfolg dafür sorgt, dass der Abstand an der Tabellenspitze gering bleibt. Mit zwölf verbleibenden Spielen in der Saison 2025-2026 verspricht der Saisonendspurt weitere spannende Wendungen und packende Duelle um Titel und Klassenerhalt.
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