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Mark Rydell, Oscar-nominierter Regisseur von On Golden Pond, stirbt mit 97

Veröffentlicht am 15. August 2026 0 Aufrufe

Mark Rydell, der amerikanische Filmemacher mit einer Oscar-Nominierung für die Regie von On Golden Pond, ist im Alter von 97 Jahren gestorben. In seiner langen Laufbahn führte er große Stars durch Kino-, Fernseh- und Theaterarbeiten. Seine Tochter Amy Rydell bestätigte dem Hollywood Reporter, dass er am Donnerstag eines natürlichen Todes in der Wohnanlage des Motion Picture and Television Fund in Woodland Hills, Los Angeles, starb. Associated Press meldete den Tod am frühen Samstag nach Weltzeit.

On Golden Pond entwickelte sich nach dem Kinostart 1981 zu Rydells bekanntestem Werk. Das offizielle Register der Academy verzeichnet zehn Oscar-Nominierungen und drei Siege für das Familiendrama: Henry Fonda und Katharine Hepburn erhielten die Hauptdarstellerpreise, Ernest Thompson gewann für das adaptierte Drehbuch. Rydell trat in der Regiekategorie an, der Film auch als bester Film. Box Office Mojo nennt mehr als 119 Millionen Dollar an inländischen Einnahmen, ein außergewöhnlicher Erfolg für ein intimes Drama.

Seine Regiearbeiten umfassten Jahrzehnte und unterschiedliche Genres. Dazu gehören The Fox, The Reivers mit Steve McQueen, The Cowboys mit John Wayne, Cinderella Liberty, The Rose mit Bette Midler, The River mit Mel Gibson und Sissy Spacek, For the Boys, Intersection und Even Money. The Rose brachte Midler eine Oscar-Nominierung. On Golden Pond vereinte Henry Fonda, Jane Fonda und Hepburn in einem Generationenkonflikt, der durch die wirkliche Beziehung der Fondas zusätzliche Bedeutung gewann.

Rydell ließ sich zunächst als Schauspieler ausbilden und arbeitete vor seinem Wechsel hinter die Kamera selbst auf Bühne und Leinwand. AP und die Directors Guild of America verfolgen seinen Weg vom Neighborhood Playhouse über Broadway und die Serien The Edge of Night und As the World Turns bis zu Filmrollen wie in The Long Goodbye. Danach inszenierte er Folgen von Ben Casey, I Spy, The Fugitive und Gunsmoke. Mit The Fox gab er 1967 sein Debüt als Spielfilmregisseur.

Der Filmemacher gründete zudem Produktionsstrukturen und unterrichtete andere Künstler. Gemeinsam mit seinem langjährigen Freund Sydney Pollack rief er 1971 Sanford Productions ins Leben. Die DGA führt zwei Gildennominierungen für Rydell auf, für On Golden Pond und den Fernsehfilm James Dean. Später leitete er mit Martin Landau das Actors Studio West künstlerisch und unterrichtete mit Landau und Autor Lyle Kessler in einer Filmwerkstatt der UCLA. Dadurch reichte sein Einfluss weit über seine eigenen Bildschirmarbeiten hinaus.

Würdigungen heben besonders seine Arbeit mit Darstellern hervor. Laut AP schrieb Midler Rydell einen wesentlichen Anteil an ihren Oscar-nominierten Leistungen in The Rose und For the Boys zu und schilderte eine knappe, aufmerksame Führung der Schauspieler. Amy Rydell erinnerte öffentlich an den außergewöhnlichen Humor und das große Talent ihres Vaters. Die von AP genannten Familienangaben führen Amy sowie die Söhne Christopher und Alexander an. Sein Tod beendet eine Laufbahn, die amerikanische Schauspieltraditionen der Nachkriegszeit mit prägenden Dramen des späten 20. Jahrhunderts verband.

Quellen: Associated Press, The Hollywood Reporter, Academy of Motion Picture Arts and Sciences, Directors Guild of America, Golden Globes, Box Office Mojo

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