Wissenschaftler haben einen bahnbrechenden Fortschritt in der psychischen Gesundheitsdiagnose erzielt, indem sie erbsengroße "Mini-Gehirne" aus Patientenzellen züchteten, die Schizophrenie und bipolare Störung mit bis zu 92% Genauigkeit identifizieren können.
Die diese Woche veröffentlichte Forschung zeigt, dass diese im Labor gezüchteten Gehirn-Organoide einzigartige elektrische Störungen aufdecken, die mit den beiden Erkrankungen verbunden sind, von denen weltweit Millionen betroffen sind, die aber nach wie vor schwer genau zu diagnostizieren sind.
Forscher züchteten Gehirn-Organoide im Labor, die einen beispiellosen Einblick bieten, wie sich Neuronen bei Menschen mit diesen psychiatrischen Erkrankungen unterschiedlich verhalten. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass spezifische Merkmale des elektrischen Verhaltens der Organoide als Biomarker fungierten und in 83% der Fälle korrekt identifizierten, welche Organoide von betroffenen Patienten stammten.
Bei elektrischer Stimulation stieg die Genauigkeit auf 92%, was Hoffnung auf objektivere diagnostische Werkzeuge in der Psychiatrie bietet—einem Bereich, der sich lange hauptsächlich auf subjektive Symptombewertung verlassen hat.
Der Durchbruch könnte die Art und Weise verändern, wie psychische Erkrankungen diagnostiziert werden, und zu personalisierteren Behandlungsansätzen führen.
Die Technologie könnte potenziell verwendet werden, um zu testen, wie einzelne Patienten auf verschiedene Medikamente reagieren könnten, bevor sie verschrieben werden.
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