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Mundo Deportivo enthüllt Mbappés trainierte Kunst der Elfmeterprovokation

Veröffentlicht am 27. Januar 2026 484 Aufrufe

Die spanische Zeitung Mundo Deportivo veröffentlichte am 27. Januar 2026 eine detaillierte Analyse über das, was sie als die trainierte Kunst von Kylian Mbappé bei der Provokation von Elfmetern im Strafraum bezeichnet. Die in Barcelona ansässige Publikation sezierte das wiederkehrende Muster des Stürmers von Real Madrid, Fouls im Strafraum zu ziehen, und argumentierte, dass Mbappé eine bewusste Technik verfeinert habe, die über natürliche Dribbelfähigkeit hinausgeht und an kalkulierte Simulation grenzt. Der Artikel hat eine heftige Debatte in den spanischen Sportmedien neu entfacht, ob der französische Nationalspieler für taktische Cleverness oder echtes Können belohnt wird.

Die Kontroverse dreht sich um Mbappés außergewöhnliche Elfmeterstatistiken in dieser Saison. In der La-Liga-Saison 2025-2026 hat der Franzose sieben Elfmetertore von insgesamt 21 Ligatoren in 20 Spielen erzielt, was bedeutet, dass ein Drittel seiner Tore vom Punkt kamen. In nur einem Jahr bei Real Madrid hat Mbappé bereits 16 Elfmetertore in allen Wettbewerben angesammelt, verglichen mit 25 Elfmetertoren in sieben vollen Spielzeiten bei Paris Saint-Germain. Seine Karrierebilanz liegt bei 77 geschossenen Elfmetern mit 63 Treffern und 14 Fehlschüssen, was einer Verwandlungsquote von 81 Prozent entspricht. Trainer Xabi Alonso hat öffentlich bestätigt, dass Mbappé der designierte erste Elfmeterschütze der Mannschaft ist.

Mehrere spanische Sportanalysten haben spezifische Vorfälle unter die Lupe genommen, die die Debatte befeuern. Beim Spiel Real Madrid gegen Levante am 17. Januar veröffentlichte IUSPORT eine Analyse, die den Elfmeter an Mbappé als eher provoziert als begangen beschrieb und feststellte, dass der Franzose bereits fiel, bevor überhaupt ein Kontakt bestand, mit der klaren Absicht, das Foul zu provozieren. Der Analyst beschrieb, wie Mbappé sein Bein nachschleifen ließ, den Zusammenstoß suchte und fand. Der Elfmeter wurde als weder skandalös noch erfunden beschrieben, aber auch nicht als klares natürliches Vergehen des Verteidigers, und vor allem als eine vom Angreifer provozierte Aktion bezeichnet, der die Bewegung des Gegners perfekt liest und zu seinem Vorteil nutzt.

Die jüngste Episode ereignete sich beim Spiel Villarreal gegen Real Madrid am 24. Januar, als Mbappé in der 92. Minute einen Elfmeter herausholte, nachdem sich Verteidiger Alfonso Pedraza unkontrolliert in den Zweikampf geworfen hatte. Mbappé verwandelte mit einem Panenka-Lupfer und widmete das Tor seinem Teamkollegen Brahim Diaz, der wegen seiner Teilnahme am Afrika-Cup mit Marokko abwesend war. Der 2:0-Sieg brachte Real Madrid vor den FC Barcelona in der La-Liga-Tabelle, was die katalanischen Medien weiter verärgerte, die die Elfmeterbilanz als Beweis für eine Vorzugsbehandlung betrachten.

beIN Sports veröffentlichte am 27. Januar eine eigene Analyse und hob hervor, was als Muster im Santiago Bernabéu beschrieben wurde, wo die Geschichte oft am Elfmeterpunkt endet, unabhängig vom Gegner. Das Medium stellte fest, dass Mbappés erstes Ligator unter dem ehemaligen Trainer Carlo Ancelotti aus einem Elfmeter gegen Betis kam, das erste unter Xabi Alonso aus einem umstrittenen Elfmeter gegen Osasuna am Eröffnungsspieltag der Saison, als Mbappé dem Verteidiger Juan Cruz auf den Fuß getreten zu haben schien, bevor er zu Boden ging, und das erste unter Interimstrainer Arbeloa erneut aus einem Elfmeter gegen Levante. Die Analyse hinterfragte, ob Mbappé angesichts seines immensen Talents wirklich auf solche Taktiken zurückgreifen müsse, und deutete an, dass die Beschädigung seines Images durch Aktionen, die mit Simulation flirten, der einzige Gegner sein könnte, den er noch nicht besiegt hat.

Verteidiger Mbappés argumentieren, dass seine Fähigkeit, Elfmeter herauszuholen, eine natürliche Folge seines Spielstils und keine Schwalbe sei. IUSPORT veröffentlichte am 24. Januar einen separaten Artikel mit dem Titel Kylian Mbappé, Elfmetermagnet, in dem argumentiert wurde, dass Mbappé im Gegensatz zu vielen modernen Angreifern, die auf Einberührungsspiel und schnelle Pässe setzen, ausgiebig dribbelt, mit hoher Geschwindigkeit und auf engem Raum im Strafraum. Die Analyse kam zu dem Schluss, dass seine explosive Beschleunigung Verteidiger zu Sekundenbruchteile-Entscheidungen zwingt, bei denen Fouls unvermeidlich werden, und stellte fest, dass es kein Theater, sondern Physik und Geschwindigkeit sei, und dass ein Spieler, der mit solcher Wucht im Strafraum beschleunigt, unvermeidlich ein Foulgenerator ist.

Der breitere Kontext umfasst wachsende Spannungen zwischen den Barcelona-nahen Medien und Real Madrid bezüglich Schiedsrichterentscheidungen in dieser Saison. Real Madrid wurden insgesamt neun Elfmeter in La Liga und Champions League zugesprochen, davon sechs allein in der Liga in den ersten 11 Spielen. Barcelonas Medien, darunter Mundo Deportivo und Sport, haben wiederholt hinterfragt, ob der Verein von den Offiziellen bevorzugt behandelt wird. Die Debatte berührt auch den Kampf um den Goldenen Schuh, da Mbappé die Auszeichnung 2024-2025 mit 31 La-Liga-Toren gewann, von denen sieben Elfmetertore waren. Ohne diese Strafstöße wäre sein Konto mit dem von Barcelonas Robert Lewandowski bei 24 Toren aus dem Spiel heraus gleichauf gewesen, eine Statistik, die Barcelonas Anhänger schnell hervorgehoben haben.

Quellen: Mundo Deportivo, IUSPORT, beIN Sports, CNBC, Defensa Central, Planeta Real Madrid, Transfermarkt, StatMuse, ESPN, Libertad Digital, Eurosport

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