Zurück zur Startseite NASA benennt Artemis-III-Besatzung für historische Mondlandefähren-Testmission 2027 Technologie

NASA benennt Artemis-III-Besatzung für historische Mondlandefähren-Testmission 2027

Veröffentlicht am 11. Juni 2026 669 Aufrufe

Die NASA gab am 9. Juni die Besatzung der Artemis-III-Mission bekannt und wählte vier Astronauten sowie einen Ersatzmann für einen Flug aus, der kritische Mondlandetechnologien in der Erdumlaufbahn testen wird. Die etwa zweiwöchige Mission, geplant für 2027, dient als wesentlicher Testlauf für die Raumfahrzeuge und Systeme, die benötigt werden, um erstmals seit mehr als fünf Jahrzehnten Menschen auf die Mondoberfläche zurückzubringen. Die Bekanntgabe erfolgte im NASA-Hauptquartier in Washington und ging als Liveübertragung an Zuschauer weltweit.

Der erfahrene NASA-Astronaut Randy Bresnik übernimmt das Kommando der Mission und bringt umfangreiche Raumfahrterfahrung mit. Der Astronaut der Europäischen Weltraumorganisation Luca Parmitano erhielt die Rolle des Piloten und ist damit der erste ESA-Astronaut im Artemis-Programm, was den internationalen Charakter der Initiative unterstreicht. Die Missionsspezialisten Frank Rubio und Andre Douglas vervollständigen die Hauptbesatzung, wobei Bob Hines als Ersatzmann benannt ist, der mit dem Team trainiert und bei Bedarf einspringt.

Die Artemis-III-Mission startet an Bord der Space-Launch-System-Rakete der NASA mit dem Orion-Raumschiff vom Kennedy Space Center in Florida. In der Erdumlaufbahn führt die Besatzung Rendezvous- und Andocktests mit Mondlandefähren durch, die unabhängig voneinander von zwei kommerziellen Partnern, Blue Origin und SpaceX, entwickelt werden. Diese Tests sollen die Verfahren und Technologien validieren, die zum Einsatz kommen, wenn Astronauten bei der für 2028 geplanten Artemis-IV-Mission an eine Landefähre in der Mondumlaufbahn andocken und zur Mondoberfläche hinabsteigen.

Frank Rubio bringt eine bemerkenswerte Bilanz in die Mission ein: Er verbrachte 371 aufeinanderfolgende Tage an Bord der Internationalen Raumstation, der längste Einzelraumflug eines amerikanischen Astronauten. Seine Erfahrung mit Langzeitmissionen und den damit verbundenen physischen und psychologischen Herausforderungen erweist sich als unschätzbar wertvoll, während die NASA sich auf ausgedehnte Operationen auf und um den Mond vorbereitet. Andre Douglas, 2021 als Astronaut ausgewählt, absolviert seinen ersten Flug ins All. Als ehemaliger Küstenwache-Offizier und Ingenieur steht Douglas für eine neue Generation von Entdeckern im Artemis-Zeitalter.

Die Auswahl von Luca Parmitano unterstreicht die wachsende Partnerschaft zwischen NASA und ESA im Artemis-Programm. Der italienische Astronaut hat zwei frühere Missionen zur Internationalen Raumstation absolviert und mehr als 366 Tage im All verbracht. Seine Präsenz in der Besatzung spiegelt Vereinbarungen zwischen den Agenturen wider, die europäischen Astronauten Flugmöglichkeiten im Gegenzug für ESA-Beiträge zum Programm bieten, darunter Komponenten des Orion-Raumschiffs und der geplanten Mondstation Gateway.

Die Artemis-III-Mission stellt einen entscheidenden Meilenstein auf dem Weg zum übergeordneten Ziel dar, eine dauerhafte menschliche Präsenz auf dem Mond zu etablieren. Durch das Testen der Rendezvous- und Andockverfahren in der relativen Sicherheit der Erdumlaufbahn zielt die NASA darauf ab, technische Probleme zu identifizieren und zu lösen, bevor die weitaus komplexere Artemis-IV-Mission in Angriff genommen wird, bei der Astronauten erstmals zum Südpol des Mondes reisen sollen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass die dauerhaft beschatteten Krater nahe dem Südpol Wassereis-Vorkommen enthalten, die künftige Langzeiterkundungen unterstützen und als Ressource für tiefere Vorstöße ins Sonnensystem dienen.

Quellen: NASA, Al Jazeera, Bloomberg, CNN

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