Zurück zur Startseite Ebola-Anstieg in Nord-Kivu füllt Behandlungszentrum in Ostkongo Gesundheit

Ebola-Anstieg in Nord-Kivu füllt Behandlungszentrum in Ostkongo

Veröffentlicht am 25. September 2026 10 Aufrufe

Ein Anstieg der Ebola-Infektionen in Nord-Kivu hat alle 29 Betten eines Behandlungszentrums in Butembo im Osten der Demokratischen Republik Kongo belegt, berichtete Reuters am Freitag, dem 25. September. Die örtlichen Behörden eröffneten in dieser Woche zwei weitere Zentren. Damit stehen in der Stadt vier Einrichtungen für Isolierung und Behandlung zur Verfügung.

Den Ausbruch verursacht die Bundibugyo-Art des Ebola-Virus. Erste Fälle bestätigten die Behörden im Mai in der benachbarten Provinz Ituri. Ituri bleibt am stärksten betroffen, doch Nord-Kivu gewinnt bei neuen Infektionen an Bedeutung. Nach Regierungszahlen, die Reuters anführte, verzeichnete das Land bis Dienstag, den 22. September, 7.820 bestätigte Fälle und 3.779 Todesfälle.

Ärzte ohne Grenzen erklärte, das Kitatumba-Zentrum in Butembo arbeite über seiner Kapazität von 29 Betten. Die örtliche Projektkoordinatorin sagte Reuters, die Fallzahlen seien in den vorangegangenen zwei Wochen stark gestiegen. Manche Menschen mit bekannter Infektion fänden kein Bett. Reuters berichtete zudem, dass ein zehnjähriger Junge am Dienstag während der Erstuntersuchung starb, noch vor der Aufnahme durch das Personal.

Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten meldete für Nord-Kivu bis zum 21. September 1.438 Fälle und 872 Todesfälle in 16 Gesundheitszonen. Insgesamt seien sieben kongolesische Provinzen betroffen. Die am 23. September veröffentlichten europäischen Zahlen haben einen früheren Datenstand als die von Reuters zitierten Regierungssummen und lassen sich deshalb nicht direkt vergleichen.

Den Einsatz erschweren laut Reuters fehlende Fachkräfte und Geldmittel sowie Misstrauen gegenüber medizinischem Personal, das Tests und frühe Versorgung verzögern kann. Laut Weltgesundheitsorganisation erfolgt die Übertragung durch direkten Kontakt mit infektiösen Körperflüssigkeiten oder verunreinigtem Material. Anfangssymptome ähneln anderen Krankheiten. Für diese Virusart gibt es keinen zugelassenen Impfstoff und keine spezifische zugelassene Behandlung; ein Impfstoffkandidat befindet sich in einem Forschungsprotokoll.

Die WHO teilte Reuters mit, dass die Fälle in Nord-Kivu zuletzt nach mehreren Wochen des Anstiegs zurückgingen. Begrenzte Betten und Ressourcen belasteten die Provinz aber weiterhin. Behörden und Partner erweitern die Behandlung, verfolgen Kontakte und arbeiten mit lokalen Führungspersonen. Entscheidend bleibt, ob sie neue Fälle früh genug erreichen und die Übertragung bremsen.

Quellen: Reuters (25 September 2026); European Centre for Disease Prevention and Control (23 September 2026); World Health Organization (September 2026)

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