Nvidia teilte am Montag, dem 28. September, mit, dass der Verwaltungsrat zusätzliche Aktienrückkäufe im Umfang von 150 Milliarden Dollar genehmigt hat. Damit steigt der noch verfügbare Betrag des bestehenden Programms auf 235 Milliarden Dollar. Der Chiphersteller aus Santa Clara in Kalifornien bezeichnete die Erhöhung als die größte jemals genehmigte Ausweitung eines Rückkaufprogramms. Die Nachfrage nach KI-Chips finanziert Investitionen und Rückkäufe.
Die Genehmigung betrifft künftige Käufe; sie besagt nicht, dass Nvidia bereits Aktien im Wert von 150 Milliarden Dollar erworben hat. Das Unternehmen rechnet damit, das verbleibende Programm über sein Geschäftsjahr 2028 hinweg umzusetzen. Wie viele Aktien tatsächlich gekauft werden, hängt von den einzelnen Transaktionen und den jeweils gezahlten Preisen ab.
Vorstandschef Jensen Huang erklärte, die Mittelzuflüsse erlaubten Investitionen in KI und beschleunigtes Rechnen sowie Kapitalrückgaben an Aktionäre. Nvidia verband die höhere Ermächtigung in seiner Mitteilung mit Zuversicht für die langfristige Nachfrage nach diesen Technologien. Einen verbindlichen Zeitplan für einzelne Käufe nannte das Unternehmen nicht.
Laut Reuters übertrifft die Aufstockung um 150 Milliarden Dollar die von Apple im Jahr 2024 genehmigte Erhöhung um 110 Milliarden Dollar. Reuters berichtete zudem, Nvidia habe das im Juli abgeschlossene Quartal mit 22,44 Milliarden Dollar an Zahlungsmitteln und gleichwertigen Anlagen beendet. Im Mai hatte der Konzern eine weitere Erhöhung um 80 Milliarden Dollar angekündigt. Die neue Freigabe ist damit Teil eines größeren Programms und keine einmalige sofortige Ausgabe.
Die Nachrichtenagentur Associated Press berichtete, die Nvidia-Aktie habe am Montagnachmittag etwa 2,1 Prozent zugelegt. Rückkäufe können Geld an Anleger zurückgeben und die Zahl ausstehender Aktien senken; dadurch kann der Gewinn je Aktie steigen. Ein höherer Aktienkurs ist jedoch nicht garantiert, und die tatsächlichen Ausgaben können unter der genehmigten Obergrenze liegen.
Die Entscheidung lenkt den Blick auf Nvidias Verwendung seiner Mittel, während Technologiekonzerne viel Geld in KI-Infrastruktur investieren. Reuters zufolge bezweifeln einige Anleger, wie lange dieser Ausgabenboom bei wachsendem Wettbewerb auf dem Chipmarkt anhält. Spätere Unternehmensberichte werden zeigen, welchen Teil des Programms Nvidia bis zum Geschäftsjahr 2028 tatsächlich ausschöpft.
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