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Ofcom nennt vier Altersprüfungen für britisches Social-Media-Verbot unter 16

Veröffentlicht am 29. Oktober 2026 3 Aufrufe

Die britische Medienaufsicht Ofcom hat am 29. Oktober vier Verfahren genannt, um bei Nutzern sozialer Medien ein Mindestalter von 16 Jahren zu prüfen. Großbritannien bereitet neue Zugangsbeschränkungen für Kinder vor. Laut Bewertung können Fotoausweisabgleich, Bankdaten, digitale Identitätsdienste und Gesichtsaltersschätzung bei richtiger Umsetzung sehr wirksam sein.

Die veröffentlichten Regierungspläne sehen ein Verbot sozialer Medien für unter 16-Jährige ab Frühjahr 2027 vor. Erste Verordnungen sollen dem Parlament vor Ende 2026 vorliegen. Die Regierung orientiert sich nach eigenen Angaben an Australien und will schädliche Inhalte für Kinder begrenzen. Nachrichtendienste wie WhatsApp und Signal sollen nicht unter das Verbot fallen.

Ofcom erkennt Zugangshürden für ältere Jugendliche, die soziale Medien weiter nutzen dürfen sollen. Ein Fotoausweis kann unmittelbar oder als Rückfalloption nötig sein, wenn andere Verfahren das Alter nicht zuverlässig feststellen. Sky News berichtet, dass etwa 150.000 Jugendliche von 16 und 17 Jahren weder Reisepass noch Führerschein besitzen, was ihre Möglichkeiten einschränken könnte.

Die Behörde warnt außerdem, dass kein Verfahren sämtliche Umgehungsversuche verhindert. Laut Sky News können Gesichtsschätzungen um mehrere Jahre abweichen und eine zweite Prüfung erfordern. Plattformen könnten Meldungen über mutmaßliche Konten zu junger Nutzer erleichtern und anhand des Onlineverhaltens das Alter schätzen, um Umgehungen zu erschweren, berichtet der Sender.

Datenschutz bleibt eine Aufgabe bei der Gestaltung. Die Datenschutzbehörde ICO begrüßte die Bewertung am 29. Oktober, verlangte jedoch Schutz für persönliche Informationen und die damit verbundenen Rechte. Sie arbeitet nach eigenen Angaben mit Regierung und Ofcom an den Regeln und prüft zugleich, ob Anbieter von Altersprüfungen das Datenschutzrecht einhalten.

Ofcom will nach Vorlage der Verordnungsentwürfe über einen Leitlinienentwurf konsultieren. Die Bewertung bereitet die Umsetzung vor und ist noch kein fertiges Regelwerk. Die ICO fordert Plattformen außerdem auf, schon jetzt Nutzer unter ihren bestehenden Mindestaltern, meist 13 Jahren, stärker zu schützen, ohne den neuen Rahmen abzuwarten.

Quellen: Ofcom (https://www.ofcom.org.uk/online-safety/protecting-children/rapid-assessment-of-highly-effective-age-assurance-at-16); ICO (https://ico.org.uk/about-the-ico/media-centre/news-and-blogs/2026/10/ico-statement-on-highly-effective-age-assurance/); Sky News (https://news.sky.com/story/social-media-watchdog-ofcom-sets-out-age-verification-plans-ahead-of-under-16s-ban-13605212); UK government, background (https://www.gov.uk/government/publications/fact-sheet-new-rules-to-protect-children-online/fact-sheet-new-rules-to-protect-children-online)

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